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Sorgsame Sanierung eines Architektenhauses auf der Darmstädter Mathildenhöhe

Die 1899 ins Leben gerufene Künstlerkolonie ist die Wiege des deutschen Jugendstils und steht... mehr

Die 1899 ins Leben gerufene Künstlerkolonie ist die Wiege des deutschen Jugendstils und steht auf der Vorschlagsliste für den Titel UNESCO-Welterbe. Bauliche Maßnahmen in der Umgebung dieses Juwels werden daher genau geprüft. So auch die Sanierung des denkmalgeschützten Doppelwohnhauses des Architekten und Städtebaulehrers Friedrich Pützer. Es wurde ca. 1900 erbaut und nach dem Krieg wegen starker Beschädigung den Originalplänen entsprechend wieder errichtet. Rund siebzig Jahre später erhielt das Haus, dessen eine Hälfte in öffentlichem und zur anderen in privatem Besitz ist und fünf Wohnungen beherbergt, nun eine umfassende Dach- und Fassadensanierung. Wegen der besonderen Lage des Gebäudes stimmten Thomas Grüninger Architekten, die die Sanierung der Gebäudehülle übernommen haben, sich eng mit den Denkmalschutzbehörden ab.

Da das Haus im sanierten Zustand dem von 1900 optisch entsprechen sollte, wurde vor der Sanierung eine umfassende restauratorische Untersuchung vorgenommen: Alte Fotografien und Farbreste unter dem Putz lieferten dabei Hinweise auf den Originalzustand. Das daraufhin mit einem Restaurator erarbeitete Farb- und Materialkonzept wurde mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt. Im Zuge der Maßnahmen konnten Dach- und Fassadendetails erhalten werden. Das Dach wurde mit naturroten Segmentschnittbibern gedeckt, für das Turmdach mussten eigens kleine gekrümmte Turmbiber angefertigt werden. Außerdem wurde der Ortgang wieder wie früher mit Zahnleisten versehen, die dem Original entsprechend dunkel gestrichen wurden. Wie in der Entstehungszeit des Hauses wurde auch die seitliche Gaubenverkleidung wieder aus Schiefer hergestellt.

Neben diesen Arbeiten am Dach wurde zudem im strengen Rahmen der vorgegebenen Aufbauhöhen gedämmt und die Dachrinnen erneuert. Anschließend wurden die Putzfassaden ausgebessert sowie entsprechend des erstellten Farbschemas gestrichen und der Sockelbereich aus Sandstein gereinigt. Nachdem auch noch die Gebrauchs- und Witterungsschäden auf den Klappläden aus Holz aufgearbeitet und gestrichen waren, befand sich das Haus wieder in einem Zustand, der sicher auch seinem Erschaffer Friedrich Pützer gefallen hätte.
 
www.grueningerarchitekten.de

Architekten (Sanierung): Thomas Grüninger Architekten www.grueningerarchitekten.de Fotos:... mehr

Architekten (Sanierung):

Thomas Grüninger Architekten
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Fotos:

Lars Gruber