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Zimmer mit Aussicht

Ein Krankenhaus, das auch der Seele gut tut

Wissenschaftler sind sich heute einig, dass auch das Umfeld den Heilungsprozess kranker Menschen... mehr
Wissenschaftler sind sich heute einig, dass auch das Umfeld den Heilungsprozess kranker Menschen positiv beeinflusst. Das typische Krankenhaus hat allerdings meist graue Gänge, die in fahles Licht getaucht sind. Dass es auch anders geht, zeigt der Neubau des Kreiskrankenhaus Schotten von der wörner traxler richter planungsgesellschaft. Und das liegt nicht nur an der herrlichen Waldumgebung, sondern auch an der in hoffnungsfrohen Grüntönen gehaltenen Gebäudehülle sowie an den, sich an den Jahreszeiten orientierenden Farben im Innern und einer Architektur, die für viel Licht sorgt.

Die Gebäudehülle des Krankenhauses wurde aus schmalen Aluminiumverschattungselementen entwickelt. Deren verschiedene Grüntöne nehmen die Atmosphäre der waldreichen Umgebung auf und bilden eine schützende Hülle für die hinter ihr liegenden Räume. Den Frühjahrsfarben der Außenfassade folgen im Inneren erdig-cremige Farbtöne im Erdgeschoss und in den oberen Geschossen stärkere und wärmere Farben: von gelb über orange bis zu einem Brombeerton. Die Farben erleichtern nicht nur die Orientierung, sondern vermitteln auch Geborgenheit und Individualität.

Der Bau wurde so konzipiert, dass sich in den drei Pflegeebenen alle Zweibettzimmer zur Landschaft ausrichten und bei Ausstattung und Design die Bedürfnisse erkrankter Menschen berücksichtigen. Dabei verfügen die hellen und freundlichen Zimmer auch über Duschbäder. Das Krankenhaus bietet Platz für 140 Betten und ambulante Einrichtungen. 240 Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsmitarbeiter versorgen hier jedes Jahr rund 5.000 stationäre und 7.000 ambulante Patienten. Es verfügt zudem über Untersuchungs- und Behandlungsräume im direkten Anschluss an den OP und die Notaufnahme, eine große, interdisziplinäre Intensivpflege, Laborarbeitsplätze, eine Physiotherapie und eine neue Patienten- und Mitarbeitercafeteria.

Um einen optimalen Arbeitsablauf zu gewährleisten wurden bei der Anordnung der Räume und Arbeitsbereiche Erkenntnisse moderner Arbeitsabläufe umgesetzt: Mittelpunkt der drei Bettenetagen ist beispielsweise eine offen konzipierte hotelähnliche Theke, von der aus die Pflegearbeit gesteuert wird. Sie ist immer gleich angeordnet und ausgestaltet. Empfang und die Informationsanlaufstelle für Patienten und Besucher befinden sich im Erdgeschoss an zentraler Stelle und die Fahrstühle schließen sich in unmittelbarer Nähe an. Ein Farbleitsystem dient der Orientierung. Damit auch das Klinikpersonal in angenehmem Ambiente arbeiten kann, haben die Räume der Pfleger, Schwestern und Ärzte ebenfalls natürliches Licht. Im Gebäudeinneren grenzen sie an einen zentral platzierten Lichthof mit einer kleinen grünen Oase an.

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Architekten

wörner traxler richter
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Fotos

Dirk Hennings
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