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Wie eine polychrome Sinfonie

Der Behrens-Bau im Industriepark Höchst ist ein Baukunstwunder

Der Peter-Behrens-Bau ist sicherlich einer der beeindruckendsten Bauten des Rhein-Main-Gebiets –... mehr
Der Peter-Behrens-Bau ist sicherlich einer der beeindruckendsten Bauten des Rhein-Main-Gebiets – wenn nicht gar Deutschlands. Dieses expressionistische „Technische Verwaltungsgebäude“ wirkt sakraler als manche Kirche. Und der Gang durch die Kuppelhalle gleicht einem Flanieren durch eine polychrome Sinfonie. Wie bunte Orgelpfeifen in Spektralfarben sind die Steine in der Kuppelhalle übereinandergeschichtet. Man glaubt sich von farbiger und in Stein gebannter zeitgenössischer Musik umgeben und kann doch sehen, dass der Erbauer Peter Behrens (1868 bis 1940) hier stets die Themen seines Auftraggebers gestaltet hat: nämlich Farben und Pharma-Themen. Daher erinnern die über der Kuppelhalle scheinbar schwebenden Glaskuppeln in Form und Struktur auch an die Kristalle des Penicillin-Natriums unter einem Mikroskop. Sogar die Lampen in den Galerien variieren Formen des Kristalls und der Deckenkuppeln.

Peter Behrens gilt als Erfinder des Corporate Designs. Er war zunächst Maler und Typograf, dann Designer. Dennoch schuf Behrens, der in der Architektur ein Autodidakt war, ein so ausgeklügeltes Baukunstwerk, das bis hin zu Türbeschlägen, Paternostergriffen, Uhren und Lampen seine Handschrift trägt. Wohl auch aufgrund seiner Vielseitigkeit gelang Behrens dieser ausdrucksstarke Bau, dessen kraftvoller Umriss es mit seinem Turm und der Werksbrücke sogar zum Logo der früheren Hoechst AG schaffte. Dieses eindrucksvolle Architekturkunstwerk bildet den Mittelpunkt des Industrieparks Höchst. Die Sicherheitsvorschriften sind daher streng und die Möglichkeiten, den Bau zu besuchen, rar.

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Fotos Infraserv GmbH & Co. Höchst KG mehr

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