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Wie ein großer Findling

Ein baulicher Solitär für eine große Ortsfeuerwehr

Feuerwehrgebäude werden auf Grund ihrer Funktion, Lage und Stellung im Stadtgefüge meist als... mehr

Feuerwehrgebäude werden auf Grund ihrer Funktion, Lage und Stellung im Stadtgefüge meist als klar erkennbare bauliche Solitäre ausgebildet, ähnlich Schulen, einem Rathaus oder kirchlichen Einrichtungen. Sie sind ein fester Baustein im Ortsbild einer Gemeinde und ein wichtiger sozialer Bestandteil eines funktionierenden Gemeinwesens. Die Planung eines Gerätehauses ist daher eine verantwortungsvolle Arbeit – umso mehr, als die geforderten Funktionen so untergebracht sein müssen, dass sie die Wehr und alle Beteiligten optimal unterstützen.

Damit der Neubau des Feuerwehrhauses in Kleinheubach auch allen Anforderungen des Bauherren gerecht wurde, haben sich Lengfeld & Wilisch Architekten aus Darmstadt intensiv mit der gestellten Aufgabe, dem Ort und den speziellen Bedürfnissen der Feuerwehr auseinandergesetzt. „In einem sehr speziellen, dreieckigen Grundstückszuschnitt fügt sich das Feuerwehrhaus wie ein großer Findling zwischen die Erschließungsstraßen und vermittelt in seiner zurückhaltenden Farbigkeit und baulichen Ausformung zwischen beginnender Stadt und nahegelegenem Park von Schloss Löwenstein“, erläutern die Architekten das Konzept und ergänzen: „Das Gerätehaus wurde als sehr kompakter Baukörper ausgelegt, der durch gezielte Ein- und Ausschnitte besondere Bereiche hervorhebt und akzentuiert.“

Durch diese Auskerbungen entstanden der klar erkennbare Hauptzugang, die großzügigen Terrassenbereiche und ein wettergeschützter Ausfahrtsbereich vor der Fahrzeughalle. Fenster und Tore sorgen für Transparenz und machen die verschiedenen Funktionen für den Betrachter erkennbar. Farbliche Akzentuierungen in den Schnittstellen betonen zudem die Modellierung des Baukörpers. Im Erdgeschoss des neuen Feuerwehrhauses wurden eine große Fahrzeughalle mit elf Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge, Rettungsboot und Anhänger sowie Umkleiden mit Schwarz-Weiß-Bereichen, Lagerflächen und Werkstätten untergebracht. Im Obergeschoss ergänzen die an exponierter Stelle angeordnete Einsatzzentrale und dazugehörende Verwaltungs- und Aufenthaltsräume von Kommandantur und Bereitschaft den Einsatzbereich. Zudem wurden hier ein großer Schulungsraum, eine Fitnesszone und ein Raum für die Jugendwehr angeordnet.

Da auf eine übliche Einzäunung verzichtet und alle Bereiche konsequent begrünt werden konnten, stellen sämtliche Außenanlagen – der große Einsatz- und Übungshof sowie die 33 Stellplätze für die Einsatzkräfte – eine natürliche Verbindung zum nahegelegenen Schlosspark her.

www.lengfeld-wilisch.com

Architekten: Lengfeld & Wilisch Architekten www.lengfeld-wilisch.com Fotos: Thomas... mehr

Architekten:

Lengfeld & Wilisch Architekten
www.lengfeld-wilisch.com

Fotos:

Thomas Eicken