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Weiße Fassadenpixel

Das Clariant Innovation Center CIC kommuniziert über seine Architektur

Im Industriepark Höchst im Frankfurter Westen setzt das „Clariant Innovation Center CIC“ am... mehr
Im Industriepark Höchst im Frankfurter Westen setzt das „Clariant Innovation Center CIC“ am südöstlichen Rande des Areals einen neuen Akzent. Der im Herbst diesen Jahres eröffnete Gebäudekomplex geht auf einen Entwurf von HPP Architekten zurück, der 2010 als erster Preisträger aus einem beschränkten Wettbewerb hervorging. Mit insgesamt über 34.600 qm Bruttogeschossfläche umfasst er neben den Büros auch zahlreiche Laboreinrichtungen der Clariant AG. Nach einer längeren Phase der Restrukturierung bündelt das Schweizer Chemieunternehmen mit diesem Projekt seine weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Höchst. Anlehnend an den Corporate-Gedanken des Unternehmens präsentiert sich der nach fast dreijähriger Planungs- und Bauphase fertig gestellte Neubau kubisch, klar und in einem eleganten Weiß. Dabei mutet er in seiner Gestaltung transparent und kommunikativ an: Schlüsselbegriffe wie Innovation, Bewegung und Energie sollten gleichermaßen sowohl in der Gestalt als in auch der Funktion umgesetzt werden.

In fußläufiger Lage zu den Produktionsanlagen und mit guter infrastruktureller Anbindung gliedert sich der Neubau in drei kubische Baukörper, die in einer kleeblattförmigen Komposition miteinander verzahnt sind. Jedem der Kuben wurde jeweils eine Basisfunktion des neuen Innovation Centers zugeordnet. Der zwischen den Kuben entstandene Außenraum wurde offen gehalten und landschaftsplanerisch durchgestaltet. In der landschaftlich geprägten Umgebung entwickelt der Stahlbetonbau mit seiner weiß bedruckten Glasfassade eine besondere Präsenz: Mit fließenden Übergängen von lichtundurchlässig bis transparent wirkt die Gebäudehülle, die in einem speziellen Siebdruck-Verfahren hergestellt wurde, charakteristisch und elegant. Zugleich ist die Fassade aber auch bedeutungstragend, erinnert die pixelartige Pigmentierung doch an die Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse des Schweizer Chemieunternehmens. Mehr noch, die Architekten wollten damit auch die drei Kompetenzen des Chemieunternehmens ästhetisch nach außen widerspiegeln – auch Innovation, Forschung und Entwicklung soll an der fein bedruckten Hülle ablesbar werden.

Im Inneren des Gebäudes ist dem Wunsch des Bauherren nach Austausch und Begegnung der 500 Mitarbeiter entsprochen worden. Die an den Fassadenseiten liegenden Büro- und Laborbereiche sowie die zentral gelegenen, ellipsenförmigen Atrien mit Kommunikationsinseln sorgen auf vier Etagen für eine kommunikative Arbeitswelt. In einem Untergeschoss wurden die Tiefgarage und Teile der Haustechnik untergebracht. Durch die offene Raumstruktur der Großraumbüros und die durchbrochenen Decken entstehen viele vertikale und horizontale Blickbezüge, die die Transparenz des Hauses unterstreichen.

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HPP Architekten / Martin Starl