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Unten wird geparkt, oben geturnt

Neue Sporthalle im Zentrum von Lorsch

Mitten in der Stadt sollte eine neue Sporthalle erbaut werden. Dabei wünschten sich die... mehr
Mitten in der Stadt sollte eine neue Sporthalle erbaut werden. Dabei wünschten sich die Auftraggeber die Realisierung von Ein- und Ausblicken in die Sporthalle. Darüber hinaus sollten möglichst viele Parkplätze erhalten sowie der Denkmalschutz und die Zeit- und Kostensicherheit berücksichtigt werden. Die Lage am Hang auf einer ehemaligen Sanddüne der Rheinebene und die Nutzung des Grundstücks als öffentliche Parkfläche führten zur Lösung einer aufgeständerten Halle. Diese gewährleistet einerseits die ebenerdige Erschließung der Halle von der Schule aus und erhält andererseits so viele Stellplätze wie möglich.

Der Baukörper mit seinen unterschiedlich hohen Räumen und seiner an die örtlichen Begebenheiten angepassten und somit heterogenen Struktur wird von einem vorgehängten Fassadenband umspannt. Dieses Band, welches aus einem unregelmäßigen, liegenden Verband aus unterschiedlich gefärbten Fassadenplatten gebildet ist, zeichnet sich auch in der inneren Verkleidung ab. Einzelne Felder des Bandes sind als Fenster ausgebildet, um die gewünschten Ein- und Ausblicke zu gewähren. Hierauf wurde in der großen Halle das Lichtband aus Polycarbonat-Platten, das tagsüber im Innenraum für eine gleichmäßige Helligkeit sorgt und abends als Leuchtkörper nach außen wirkt, gesetzt.

Konzipiert ist das gesamte Gebäude in Mischbauweise. Dabei wurde die Aufständerung durch die Ausbildung eines massiven Tisches in Stahlbetonbauweise realisiert, welcher als aussteifendes Element dient. Um das Gewicht so gering wie möglich zu halten und auf diese Weise die Aufständerung realisierbar zu machen, wählten die Architekten für die Hallenräume einen Leichtbau in Holzrahmenbauweise. Auch das Lichtband wurde aus Polycarbonat-Platten erstellt und spart Gewicht und Kosten. Zudem können die geforderten Schall- und Energiekennwerte eingehalten werden. Sowohl jedes eingesetzte Material als auch die gewählte Bauweise ist von außen und innen ables- und spürbar.

Ästhetisch betrachtet ist der Entwurf durch die Idee des Aufständerns des Hallenkörpers geprägt. Zudem entsteht durch den Einsatz der Polycarbonat-Platten als Abschluss der Halle, ein fließender Übergang zwischen Baukörper und Himmel, was die Sporthalle ebenfalls besonders charakterisiert. Nach Fertigstellung zeigte sich der Schuldezernent angesichts der Tatsache, dass mitten im Zentrum bei einem minimalen Flächenverbrauch ein architektonisch gelungenes Gebäude entstanden ist, begeistert. Dabei lobte er vor allem die Tatsachen, dass die neue Sporthalle mit dem denkmalgeschützten Schulgebäude harmoniert, den Zugang zum Museumszentrum freilässt und darüber hinaus so gebaut sei, dass das Gebäude genügend Parkplätze im Zentrum erhält. Rundum also ein sehr sachorientiertes Ergebnis, das Kreis und Stadt gemeinsam mit den Architekten verwirklicht haben.

www.grueningerarchitekten.de
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Fotografie

Thomas Ott
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