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Stilvoll nachverdichtet

Mehrfamilienhaus in Sachsenhausen nimmt die Kleinteiligkeit der Umgebung auf

Wohnraum ist in Frankfurt knapp. Und da Nachverdichtung als nachhaltige Form des Bauens gilt,... mehr

Wohnraum ist in Frankfurt knapp. Und da Nachverdichtung als nachhaltige Form des Bauens gilt, nutzt man gerne freie Flächen in Bereichen, in denen es bereits Bebauung gibt. So auch bei einem Wohnhaus am Sachsenhäuser Berg. In der von kleinen Ein- und Mehrfamilienhäusern geprägten Umgebung entstand ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten auf einer Tiefgarage. Auf Wunsch des privaten Auftraggebers vom Architektenkontor Faller & Krück works planten die Architekten das Gebäude mit Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen und zugeordneten Freibereichen.

Das Gebäude liegt in leichter Hanglage, zum einen hat das Grundstück ein diagonales Gefälle entlang der Straße zum anderen im rückwertigen Gartenbereich. Die drei Erdgeschosswohnungen haben einen ebenerdigen Zugang zur Terrasse, wobei die Terrassierung des Grundstückes erst im Gartenbereich erfolgt. In Zusammenarbeit mit dem privaten Bauherrn entstand ein hochwertiges Gebäude mit maximaler Ausnutzung des Grundstückes im vorgegebenen Kostenrahmen. Der klar strukturierte Baukörper des Mehrfamilienhauses nimmt die Kleinteiligkeit der Umgebung auf. Mit der Kombination von Klinkermauerwerk und Putzflächen fügt sich das Gebäude harmonisch in die sehr heterogene Umgebung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern aus den unterschiedlichen Bauzeiten ein. Dabei ist das Mauerwerk aus gedämmten Ziegelsteinen recycelbar und kommt ohne den Einsatz zusätzlich aufbauender Dämmschichten und Kunststoffmaterialien aus.

Markant ist der klar definierte Eingangsbereich:  Die Wände laufen gewissermaßen aufeinander zu und führen den Bewohner somit zum Treppenraum im Innenbereich des Gebäudes, wo sich auch der Aufzug platzsparend befindet. Das Metallgeländer der Treppe in Weiß mit gelaserten Aussparungen wendelt sich leicht und elegant über alle Stockwerke. Im Treppenauge befinden sich fünf Pendelleuchten aus Glaszylindern, die den innenliegenden Treppenraum gleichmäßig beleuchten. Die Wohnungen haben klar strukturierte und kompakte Grundrisse, die durch fließende Räume, Blickbeziehungen nach innen und außen sowie offenen Wohn-, Koch- und Essbereichen mit zugeordneten Freiflächen eine einladende Großzügigkeit bieten. Ausschließlich bodentiefe Fenster schenken den Zimmern viel Tageslicht und Größe. Die Bewohner der Penthouse-Wohnungen haben von ihren Dachterrassen einen Blick auf den Henninger Turm und die Frankfurter Skyline im Hintergrund. Da es sich bei dem mehrgeschossigen Gebäude um eine einseitige Grenzbebauung handelt, liegt die Brandwand auf der Grundstücksgrenze. So kann später bei Bedarf ein Anbau auf dem Nachbargrundstück errichtet werden.

www.architektenkontor.com


Fotos:

Thomas Ott
www.o2t.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|20)

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