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Reflexionen und Spiegelungen

Neues Bürogebäude wird mit bestehendem zu kontrastreicher Einheit verbunden

Die Deutsche Bank brauchte mehr Platz für Arbeitsplätze und einen neuen Handelssaal. Neben einem... mehr

Die Deutsche Bank brauchte mehr Platz für Arbeitsplätze und einen neuen Handelssaal. Neben einem Bestandsgebäude, das ebenfalls von KSP Jürgen Engel Architekten stammt, plante das Büro daher einen transparenten Neubau, der sich mit dem bereits bestehenden Bürogebäude zu einem Ensemble verbindet. Entlang der Mainzer Landstraße entstand eine markante gläserne Fassade mit über 83 m Länge und gestalterisch eine kontrastreiche Einheit: Die Struktur der Natursteinfassaden des Bestandsgebäudes aus gebrochenem, hellgrauem Gneis wurde nämlich für den Neubau auf die Glasfassade übertragen. Die Besonderheit der Elementfassade mit eloxierter Oberfläche liegt in den in unterschiedlichen Winkeln angebrachten, raumhohen Glasscheiben. Das Fassadenspiel lässt dabei interessante Reflexionen und Spiegelungen entstehen.

Von dieser dynamischen Fassade der Obergeschosse des 45 m hohen Neubaus setzt sich die des Erdgeschosses ab. Sie springt leicht zurück und ähnelt mit ihren plan eingesetzten, großformatigen Glasscheiben einem Schaufenster. Diese geben den Blick frei in das offene, großzügige Foyer mit seinen Aufenthaltsbereichen. In dieser Ebene wurde neben einem großen Konferenzbereich für mehr als 300 Personen auch eine „Servicezone“ mit Café, Restaurant und Loungebereich für die Mitarbeiter und Gäste eingerichtet.

In den Obergeschossen sind 2.000 zeitgemäße offene, transparente Arbeitsplätze neu entstanden. Außerdem profitieren die Mitarbeiter von den Dachterrassen beider Gebäude und den begrünten Innenhöfen. In allen Geschosssen sind Alt- und Neubau miteinander verbunden. Ein weiteres Gebäude galt es in den achtgeschossigen Neubau zu integrieren (plus ein Staffelgeschoss). Auf dem Grundstück hatte nämlich ursprünglich eine Gründerzeitvilla gestanden, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war und anschließend grob nachempfunden wiederaufgebaut wurde. Einen denkmalpflegerischen Wert hatte der Nachbau zwar nicht, mit seiner Größe und Kubatur war er jedoch ein Verbindungsglied zur nördlich gelegenen Wohnbebauung. Ein entsprechender Abschnitt des Neubaus nimmt den Platz der Villa ein, erhielt deren Proportionen und wurde durch eine Fuge vom restlichen Gebäude separiert.

Für den Deutsche Bank Campus wurden KSP Jürgen Engel Architekten in der Kategorie „Innovative Architecture“ mit dem Iconic Award 2018 – Best of Best – ausgezeichnet.

www.ksp-architekten.de

Fotos:

hiepler, brunier
www.hiepler-brunier.de