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Raum für Gegenwartskunst

Werke deutscher Künstler im Dialog mit Garten, Vegetation und Menschen

„Linie und Form - Kunst und Skulptur, harmonisch in Szene gesetzt mit immer neu zu entdeckenden... mehr
„Linie und Form - Kunst und Skulptur, harmonisch in Szene gesetzt mit immer neu zu entdeckenden Blickwinkeln und grünen Bildern. Warum ins Museum, wir haben unseren Garten“, sagt der Auftraggeber von Noël Besgen, ein ehemaliger Galerist. Sein Auftrag an den Landschaftsarchitekten lautete, Kunstwerke deutscher Gegenwartskünstler aus Galeriebeständen in seinem Privatgarten auszustellen. Damit sie sich auf dem dafür nötigen und passenden Raum entfalten konnten, bezog Besgen die Objekte von Anfang an in die Gartenplanung ein. Unter den Artefakten befinden sich wie Landmarken gesetzte Stelen von Lutz Fritsch (die Standorte der Stelen wurden kurz nach Fertigstellung des Gartens durch den Künstler bestimmt und aufgestellt), ein frühes Werk von Ulrich Rückriem im Entrée- und Terrassenbereich des Gartens mit dem Titel „Granit geschnitten und gespalten“, das mit den Grau- und Lilatönen der Lavendelstreifen korrespondiert, ein Wetterhahn auf dem Dach des Gartenhauses von Felix Droese („Haus der Waffenlosigkeit“, 1990) oder auch ein Vogelhäuschen von Martin Noël und Klaus Schmitt. Die ausgewählten Kunstobjekte treten also in Dialog mit Garten, Vegetation und Menschen.

Außerdem sollten ein Fischbassin, ein Familiensitzplatz, zwei separate „kleine Sitzplätze“ als geschützte Rückzugsorte und ein zentral gelegenes Gartenhaus integriert werden. „Die Gestaltungssprache sollte leicht, organisch und weich anmuten und sich dennoch sachlich reduziert verbinden mit streng geschnittenen Heckenkörpern, immergrünen Gehölzen und Schmuckstaudenbeeten im Wandel der Jahreszeiten“, so Besgen. Eine Herausforderung bestand darin, die bestehende braune Mauereinfriedung aus Betonwerksteinen durch Bepflanzung und Ausstattungselemente farblich in das Pflanzenkonzept einzubinden und geschickt zu kaschieren.

Aluband-Einfassungen sorgen für eine klare Formgebung und exakt nachgezeichnete Rasen-, Beet- und Wegeflächen. Individuell entworfene Tor-, Sichtschutz- und Balkongeländer-Elemente in „Flüstergitter-Optik“ aus Stahl und Holz geben dem ganzen einen formal-modernen Rahmen. Das „abgeschnittene“ Rasenrondell wird flankiert durch Bodendeckerrosen und einen zentral gesetztem Amberbaum. Rasen-Schrittplatten führen entlang der Mauerseite zu den rhythmisch angeordneten Hainbuchen-Heckenkörpern.

www.noel-besgen.de
Architekt: besgen Landschaftsarchitektur www.noel-besgen.de Fotos: Noël Besgen mehr

Architekt:

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Fotos:

Noël Besgen