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Lernen im Loungeambiente

Lernzentrum an der Mainzer Universität bietet 150 zusätzliche Arbeitsplätze

An diesen Ort möchte man sich doch gerne mit Notebook, Büchern und Zeitschriften verkrümeln. Wer... mehr

An diesen Ort möchte man sich doch gerne mit Notebook, Büchern und Zeitschriften verkrümeln. Wer sich beim Anblick des neuen Lernzentrums etwas an eine Lounge erinnert fühlt, liegt gar nicht so falsch. Denn das neue Lernzentrum in der Bereichsbibliothek Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde als Wohlfühlort mit Lounge-Charakter konzipiert. Mehr und mehr nämlich wandeln sich Bibliotheken an Hochschulen und Universitäten zum sozialen Raum. Daher sind nicht mehr nur Einzelarbeitsplätze zum stillen Studieren gefragt, sondern zunehmend Gruppenarbeitsräume und flexible Begegnungszonen, in welchen gearbeitet, kommuniziert, Ideen entwickelt oder sich einfach nur getroffen werden kann. Damit der neue Lernort kreatives Arbeiten und zeitgemäße Lernformen in einladender, offener Atmosphäre fördern kann, braucht es eine leicht zugängliche Bibliothek, Austausch- und Dialogmöglichkeiten sowie eine moderne technische Ausstattung.

All das bietet der Bereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften seinen Studierenden nun. Denn wo ehemals eine Schließfachanlage stand, haben Grüninger Architekten in Kooperation mit Simone Ferrari Innenarchitektur und Claudia Witte 150 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Da die ehemals 2.000 Schließfächer wenig genutzt wurden, entschied sich die Uni, sie auf 400 zu reduzieren. So entstanden 680 m² im Foyer des Gebäudes für die neuen Arbeitsplätze. Drei großzügige Oberlichter sorgen für Licht und werten den ehemals dunklen Raum deutlich auf.

Raumbildende und eigens für das Lernzentrum entworfene Sitzmöbel, die aus unterschiedlich großen gepolsterten Kuben und Nischen bestehen, gliedern die großzügige Fläche des Lernzentrums in Lerninseln. Ergänzend wurden Loungemöbel eingesetzt, damit die Arbeitsplätze auch individuell ausgerichtet werden können. Ein Umfeld, das sich den jeweiligen Bedürfnissen der Studierenden anpasst. Bei der Materialwahl mussten sie natürlich ein besonderes Augenmerk auf die Akustik bzw. Schallabsorption legen. Die verschiedenen Farben der Polster markieren die unterschiedlichen Lerninseln zusätzlich. „Die ruhige und kühlere Farbgebung soll dabei einerseits konzentriertes Lernen fördern und kontrastiert dezent mit den warmen, natürlichen Tönen von Boden und Holz“, erläutert Simone Ferrari, die schon seit vielen Jahren in Kooperation mit den Architekten arbeitet.

www.grueningerarchitekten.de
www.simoneferrari.de

Fotos:

Daniel Malinowski
www.highonedesign.de

Lars Gruber
www.larsgruber.de

Simone Ferrari

(Erschienen in CUBE Frankfurt 04|19)

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