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Gelungene Symbiose

Modernes Hotel in mittelalterlicher Umgebung

Das seit 1235 bestehende Kloster Haydau ist heute das am besten erhaltene... mehr
Das seit 1235 bestehende Kloster Haydau ist heute das am besten erhaltene Zisterzienserinnen-Kloster in Hessen. Es liegt landschaftlich reizvoll auf einem flachen Südhang zwischen dem Dorf Altmorschen und der Fulda südlich von Melsungen. Der Entwurf des Hamburger Architekturbüros Störmer Murphy and Partners für ein Tagungshotel lässt die historische Klosteranlage zu einem stadträumlich abgeschlossenen, besonderen Ort werden.

Das Tor - für alle offen - bildet wieder den Übergang vom öffentlichen Raum zum geschlossenen Klostergelände. Der neue Baukörper, der sich über dem historischen Fragment einer alten Klostermauer entwickelt, fasst das Gelände zusammen. Die Kirche steht im Mittelpunkt der Gesamtanlage am neu entstandenen Kirchplatz. Hier zeigt sich der Hotelneubau mit einem offenen EG, die Außenfläche wird in Foyer und Restaurant hineingezogen. Der natürliche Höhensprung, der sich aus dem heutigen Klostergarten entwickelt, setzt sich im EG fort. Die Zimmergeschosse des langen Hotelriegels symbolisieren eine neue Klostermauer, die über der noch vorhandenen historischen Mauer entsteht: ein Spiel mit der Zeit. Mit einem dem Ort farblich angepassten Backstein und ungeordneten Versprüngen an der Oberfläche stellt diese „schwebende“ Mauer die Verbindung zum Bestand her. Versetzte Fensteröffnungen lösen die Fläche auf und knüpfen mit ihrer scheinbaren Zufälligkeit an die gewachsenen Ansichten der historischen Gebäude an.

Im Inneren der Klosteranlage gibt es vier Teilräume mit unterschiedlichen Charakteren: Der Barockgarten hat freie Blicke und große Sichtachsen. Seine weite Schönheit wird als historisches Relikt geachtet. Der harmonische Abschluss nach Norden und die Offenheit zum Tal nach Süden formen zusammen mit dem Gebäudeensemble das städtebauliche Konzept der Architekten. Der Domänenhof hat in seiner steinernen, puren Strenge eine große Faszination, die durch die vorhandenen Gebäude verstärkt wird. Der Kirchplatz ist das Entree für Hotel, Kirche und Restaurant, ein Ort des Kommens und Gehens und des Zusammentreffens. Er wird mit Einzelräumen und steinernen Sitzgelegenheiten zu einem neuen, modernen Ort. Es gibt keine historischen Relikte, eine Rekonstruktion wäre unangemessen. Die freie Baumverteilung setzt sich klar von der Geometrie des Barockgartens ab, um das Original nicht zu schwächen. Die Bäume sind ein zurückhaltender Eingriff, um zwischen dem Neubau und der historischen Anlage zu vermitteln. Als raumbildendes Element definieren sie auch den Kirchplatz, der sich vom geometrisch-strengen Platzbereich des Domänenhofs absetzt. Der Spa-Garten ist eine geschützte grüne Oase, ein Schattengarten an der Nordseite des Hotels. Ein gemischter Baumbestand schließt den Garten nach Norden ab.

Jedes der 136 Hotelzimmer verfügt über eine große oder zwei kleinere quadratische Öffnungen, die den Charakter des Klosters erlebbar machen. Mit großartigen Blicken zum Kloster und über das Fuldatal, Restaurant und Wellnessbereichen bietet das Hotel pures Wohlbefinden an einem ganz besonderen Ort.

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