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Elegante Vermittler

Neue Wohngebäude auf Konversionsflächen nehmen Bezug auf denkmalgeschützte Bauten

Wie überall im Rhein-Main-Gebiet wächst auch in Darmstadt die Bevölkerung. Wohnraum wird... mehr

Wie überall im Rhein-Main-Gebiet wächst auch in Darmstadt die Bevölkerung. Wohnraum wird dringend benötigt. Daher stehen auch stadtnahe Konversionsflächen verstärkt im Fokus der Stadtplaner. Eine dieser Flächen ist das ehemalige am Wald gelegene Bahngelände im Westen Darmstadts. Seit 2015 wird es unter dem Vermarktungsnamen DAcore zum Wohngebiet umgenutzt.

Das Büro planquadrat Elfers Geskes Krämer PartG mbB hatte zuvor schon den Bebauungsplan für die mehr als anderthalb Hektar große Fläche entwickelt und wurde anschließend mit dem Hochbau von mehreren Mehrfamilienhäusern beauftragt. Da sich auf dem Areal noch denkmalgeschützte Kasernengebäude befinden, u. a. eine ehemalige Fahrzeug- und Reithalle aus der wilhelminischen Zeit und auch ein ebenfalls denkmalgeschütztes Gebäude aus den 1950er-Jahren, war es für die Architekten und den Bauherren BPD von zentraler Bedeutung ein angemessenes Miteinander von Gebäudebestand und Neubauten zu schaffen. Entstehen sollte ein attraktives, lebendiges und wiedererkennbares Wohnquartier, das einen Bezug zu seiner Umgebung aufbaut.

So planten die Architekten dreigeschossige Mehrfamilienhäuser, die sich durch eine elegante und schlichte Architektursprache auszeichnen. Die kubischen Baukörper mit den hellen Fassadenflächen sind durch großzügige Loggien und horizontale Fensterbänder gegliedert und verfügen über Dachterrassen, die aus der Gesamtform herausgeschnitten sind. Farblich vermitteln die Neubauten zwischen den ehemaligen Kasernenbauten und den Bestandsbauten im Areal, um das städtebauliche Konzept zu unterstreichen.

Die ehemalige Reit- und Fahrzeughalle aus der Zeit des Ersten Weltkrieges stellt städtebaulich ein wichtiges Element in der Neuordnung des Quartiers dar. Sie bleibt in ihrem Erscheinungsbild und Geometrie erhalten und wird auch zukünftig einer Parknutzung zugeführt. „Dies ermöglicht einen unverbauten Blick auf die filigrane und denkmalgeschützte Dachkonstruktion“, erklären die Architekten und ergänzen: „Der denkmalgeschützte Freischwinger mit seiner stählernen Dachstützkonstruktion wurde als Überdachung für Sitzgelegenheiten in die Außenanlage integriert.“

www.planquadrat.com

Architekten: planquadrat Elfers Geskes Krämer www.planquadrat.com Fotos: Kirsten Bucher mehr

Architekten:

planquadrat Elfers Geskes Krämer
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Fotos:

Kirsten Bucher