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Drei in Eins

Vierstöckiger Komplex vereint alle Justizbehörden Bad Kreuznachs unter einem Dach

Wer früher die Justizbehörden in Bad Kreuznach aufsuchen wollte, musste innerhalb des... mehr

Wer früher die Justizbehörden in Bad Kreuznach aufsuchen wollte, musste innerhalb des Stadtgebiets einige Wege zurücklegen. Waren sie doch auf drei unterschiedliche Liegenschaften verteilt. Als dann auch noch der wachsende Raumbedarf nicht mehr gedeckt werden konnte, entschloss sich die Stadt für ein neues Justizzentrum. Nun finden sich nicht nur alle Justizbehörden unter einem Dach, das Areal im Konversionsgelände „General Rose“ ist auch gut zu erreichen.

Der Entwurf für den vierstöckigen Komplex aus Stahlbeton und quadratischem Grundriss stammt von dem Frankfurter Architekturbüro Christl + Bruchhäuser. Dank des großen begrünten Innenhofs können auch die nach innen gelegenen Räume von Tageslicht und frischer Luft profitieren. Drei gleiche Gebäudeschenkel in ringförmiger Anordnung und ein etwas tieferer Haupt- bzw. Eingangsgebäudeflügel definieren diesen Innenhof. „In den äußeren Anschlussbereichen der jeweiligen Gebäudeschenkel wurden vier Treppenhäuser so angeordnet, dass in allen Geschossebenen jeweils vier voneinander unabhängige Nutzungseinheiten entstanden“, erläutert Michael Christl und Joachim Bruchhäuser ergänzt: „Diesen Treppenhäusern vorgelagerte geschossübergreifende Lufträume verteilen sich über das gesamte Gebäude. Sie belüften und belichten nicht nur die tieferen Eckbereiche, sondern fungieren gleichzeitig als offene Wartebereiche und Orte der Kommunikation.“

Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss befinden sich der Schwurgerichtssaal, drei 80 m² große und vier 40 m² große Gerichtssäle. Die breiten Flurzonen dienen auch als Wartezonen für Besucher. Durch barrierefreie Zugänge und Aufzüge ist das Gebäude für jeden zugänglich. Der Sozialdienst der Justiz mit Bewährungs- und Gerichtshilfe ist über einen separaten Eingang erreichbar. Ab dem ersten Obergeschoss sind u. a. Büroflächen mit Präsenzarchiven und Bibliothek angeordnet. Zentrale sanitäre Anlagen, Umkleiden, Technikräume und Archive befinden sich im Untergeschoss.

„Bei der Materialauswahl haben wir auf nachwachsende und recycelbare Baustoffe wie etwa Holz und Betonwerkstein im Innenbereich sowie Faserzement und perlgoldfarbene Aluminiumfassaden im Außenbereich gesetzt und somit die Leitlinien des ökologischen und nachhaltigen Bauens umgesetzt“, erklären die Architekten. So ist das neue Justizzentrum nicht nur architektonisch ein Blickfang, es ist auch so gut gedämmt und mit einer Gebäudetechnik ausgestattet, dass annähernd Passivhausstandard erreicht wird.

www.cba-ffm.de

Fotos:

Norbert Miguletz