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Den Lichtverhältnissen angepasst

Dieser Stadtgarten überzeugt mit Funktionalität und Ästhetik

In ihrem Konzept konnte Nina Rudolph vom Rudolph Garten- und Landschaftsbau alle Wünsche einer... mehr

In ihrem Konzept konnte Nina Rudolph vom Rudolph Garten- und Landschaftsbau alle Wünsche einer fünfköpfigen Familie vereinen. Auf den knapp 700 m² in Dreieich bei Offenbach schuf sie einen beeindruckenden Hausgarten, von dem nicht nur die Familie selbst begeistert ist: Nicht einmal ein Jahr nach der Fertigstellung wurde das Projekt 2018 als einer der schönsten Privatgärten Deutschlands prämiert. Höhepunkt des Gartens ist zweifellos der Pool, der den hinteren Bereich dominiert. Um ihn herum befinden sich verschiedene Sitzgelegenheiten und Rückzugsbereiche. Die Technik versteckt sich im Poolhaus, in dem außerdem noch eine Umkleide und eine Dusche Platz fanden. Wie von den Hausherren gewünscht, wurde auch einer der Essplätze überdacht und mit Rattanleuchten wohnlich gestaltet. „Wer hier sitzt, hat das Gefühl drinnen und doch draußen zu sitzen“, erzählt Rudolph.

Zäune oder Mauern sucht man im hinteren Teil des Gartens vergebens. Stattdessen sorgt eine teils immergrüne und damit auch im Winter attraktive Bepflanzung in mehreren Stufen für eine tolle Atmosphäre. Die Highlights im Garten, ein mehrstämmiger Rhododendron „Cunningham’s White“, die drei Spalierlinden im hinteren Garten und die zwei Felsenbirnen im Vorgarten, werden abends mit Bodenleuchten in Szene gesetzt, sodass der Wohnraum optisch erweitert wird.

Für die Bepflanzung mussten gegebene Standortverhältnisse in der Planung berücksichtigt werden. „Aufgrund der hohen Bäume in der Nachbarschaft konnten wir z. B. nur Pflanzen wählen, die auch im lichten Schatten gedeihen“, erklärt Gartengestalterin Rudolph und ergänzt: „Daher haben wir weißen Riesen-Zierlauch in den Beeten verteilt, der im Frühjahr, wenn die Bäume noch keine Blätter haben, genug Sonne bekommt.“ Immergrüne Seggen „Icedance“ und das Japanische Berggras verleihen dem schattigen Garten etwas Helligkeit, genauso wie die drei Spalierlinden, die zusätzlich die kahlen Nadelbaumstämme vom Nachbarn verdecken.

Auch die Rispenhortensie „Grandiflora“ verträgt den lichten Schatten hervorragend und gedeiht vor allem im Vorgarten prächtig. Im nach Norden ausgerichteten Vorgarten dominieren ansonsten klare Linien und eine formale Gliederung mit „Ilex Crenata“ als Hecke und zwei hochstämmigen Felsenbirnen als Hausbäume. Einzelne Büschel aus Schattengräsern setzen zusätzliche Akzente. Alle Blüten im Garten sind auf Wunsch der Hausherren weiß, so wird der klassisch-schlichte Stil der Villa noch einmal dezent betont.

www.rudolph-galabau.de


Fotos:

Martin Joppen
www.martinjoppen.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|20)

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