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Anspruchsvoller Umbau

Großartiger Rundumblick auf Altstadt und Hochhaus-Skyline

Das Gebäude Neue Kräme 26 ist ein typischer Stadtbaustein der frühen Nachkriegsjahre. An... mehr
Das Gebäude Neue Kräme 26 ist ein typischer Stadtbaustein der frühen Nachkriegsjahre. An herausragender Stelle im Zentrum gegenüber der berühmten Paulskirche 1953 erbaut, bildet es den westlichen Endpunkt einer der ersten größeren Wiederaufbaumaßnahmen am Rande der untergegangenen Frankfurter Altstadt. Es steht seit gut zehn Jahren unter Denkmalschutz. Besonders auffällig ist das aufgesetzte Dachgeschoss, das die umliegenden Gebäude wie eine Krone überragt und eindrucksvoll die Schnittstelle der wichtigen Querverbindungen im Stadtbild markiert. Vom Dachgeschoss aus genießt man einen großartigen Rundumblick auf die Frankfurter Altstadt mit Dom, Römer und Paulskirche sowie auf die moderne Skyline der Frankfurter Bürotürme.

Mit dem vollständigen Geschossumbau hat das Architekturbüro Christl + Bruchhäuser sein eigenes Büro modernisiert und in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde die typische Architektursprache der Frankfurter Wiederaufbaujahre zu neuem Leben erweckt. Die Diktion der Zeit - elegante Zurückhaltung und feine Bescheidenheit - wurde neu inszeniert und die Intention der Überhöhung mit dem weit auskragenden Dach durch den Einbau großformatiger, raumhoher Fensteranlagen verstärkt.

Der Umbau war anspruchsvoll und wurde in nur fünf Monaten realisiert. Im Zuge der Abbrucharbeiten mussten nahezu alle Innenwände, Brüstungen, Decken- und Wandverkleidungen teilweise in Handarbeit bei laufendem Betrieb des Gebäudes zurückgebaut und abgebrochen werden. Die lärmintensiven Abbrucharbeiten wurden besonders sensibel durchgeführt, sie waren nur zu genau definierten Zeiten möglich, abgestimmt auf die Betriebszeiten der medizinischen Praxen in den unteren Geschossen. Vorausgegangen war eine große „Abbruchparty“ mit den Mitmietern des Hauses, bei der jeder einmal nach Lust und Laune den Hammer schwingen konnte.

Die großen, raumhohen Bauelemente wurden mittels einer Hubscherenbühne über die Dachterrasse angeliefert. Zum Schutz vor herabfallenden Gegenständen auf die stark frequentierte Fußgängerzone und die vor dem Haus vorbeiführende Hauptverkehrsstraße wurden reißfeste Sicherheitsnetze angebracht. Da eine sonst übliche Schuttrutsche nicht aufgestellt werden konnte, musste der gesamte Abbruch in mühevoller Handarbeit im Gebäudeaufzug transportiert werden. Durch Abbruch nahezu aller Innenwände entstand erstmals eine große, durchgehende Geschossfläche, die durch filigrane Glaswände in die erforderlichen Funktions- und Arbeitsbereiche offen und großzügig unterteilt wurde. Nach Norden liegt die Service- und Nebenraumzone, an der Ost- und Westseite direkt mit den Hauptnutzungsbereichen verknüpft. Der in Ost-West-Richtung orientierten Arbeitsplatzzone wurde nach Süden eine Ruhezone angegliedert. Beim Innenausbau wurden die verbliebenen Wand-, Deckenflächen und Innenstützen im Rohbauzustand belassen. Es erfolgten keine „zusätzlichen“ Anstricharbeiten. Es wurden nur einfache, bewährte und naturbelassene Materialien verwendet und wenn möglich vorhandene Elemente wie Türblätter aufgearbeitet.

www.cba-ffm.de
Architekten Christl + Bruchhäuser  www.cba-ffm.de   Fotos Norbert... mehr

Architekten

Christl + Bruchhäuser 
www.cba-ffm.de 

Fotos

Norbert Miguletz
www.miguletz.de