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Brechung der Erzählung

Wettbewerb um NS-Denkmal am Reeser Platz entschieden

Vorschau: 200529preis1

1. Platz „Those who have crossed“ von ULTRASTUDIO (Lars Breuer, Sebastian Freytag, Christian Heuchel, Guido Münch, Jürgen Wiener), Köln mit O&O Baukunst, Köln osd office for structural design und FSWLA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf

Vorschau: 200529preis2

2. Platz „Der neue Reeser Platz“ von Gabriele Horndasch, Düsseldorf mit Bierbaum.Aichele.landschaftsarchitekten

Vorschau: 200529preis3

3. Preis „Labyrinth“ von Heinke Haberland, Düsseldorf mit Haberland Architekten, Berlin

Vorschau: 200529preis4

4. Preis „Kritische Masse“ von missing icons | Knobloch + Vorkoeper, Hamburg mit Brunnert und Ohlenschlager Landschaften, Hamburg und Flosbach Garten- und Tiefbau

„Those who have crossed“ [wörtlich: „Jene, die überschritten haben“] heißt der Gewinnerbeitrag des offenen Wettbewerbs zur Umgestaltung des Reeser Platzes in Düsseldorf-Golzheim. Für das dort liegende „39er“-Denkmal – errichtet 1939 als Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen oder Verschollenen des Niederrheinischen Füsilier-Regiments Nr. 39 – sollte ein angemessener zeitgenössischer künstlerischer und freiraumplanerischer Umgang gefunden werden. Das im Zuge der Ausstellung „Schaffendes Volk“ entstandene, direkt am Rhein liegende Denkmal wird schon lange inhaltlich wie ästhetisch als revanchistisch und nationalsozialistisch eingestuft.

Konzipiert wurde der von der Kunstkommission mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf von der Gruppe ULTRASTUDIO (Lars Breuer, Sebastian Freytag, Christian Heuchel, Guido Münch, Jürgen Wiener) aus Köln zusammen mit den Planungsbüros O&O Baukunst, osd office for structural design und FSWLA Landschaftsarchitektur. Der Titel „Those who have crossed“ zitiert eine Zeile aus dem Gedicht „The Hollow Men“ von T. S. Eliot von 1925, welches sich mit dem seelischen Zustand Europas nach dem Ersten Weltkrieg auseinandersetzt. Eine 50 Meter lange Brücke aus Stahl, die wie ein Querriegel über das Denkmal hinaus bis auf den Vorplatz reicht, bildet dabei das zentrale Element des Entwurfs. Es verbindet nicht nur die hintere Parkanlage mit dem Vorplatz, sondern durchkreuzt auch dessen Geradlinigkeit. Optisch unterstützt wird die Passage durch ein Lichtband, das in Höhe des Handlaufs angebracht ist. Der Aufgang zur Brücke erfolgt über Treppenstufen hinauf auf einen neu aufgeschütteten Hügel hinter dem Denkmal, der die Besucherinnen und Besucher bis auf die Höhe der Baumwipfel führt. Auf diese Weise sollen sich neue Blickwinkel ergeben – einerseits nach unten und damit gleichsam rückblickend auf die Historie, andererseits nach oben und befreiend. Die skulpturale Architektur des Entwurfs soll „die gebrochene Funktionalität und Uneinheitlichkeit des Platzes überwinden (…) und einen neuen Erfahrungsraum eröffnen“, so die Entwurfsverfasser.

Alle Wettbewerbsergebnisse des zweistufigen Verfahrens mit 67 Einreichungen und einem öffentlichen Beteiligungsverfahren sind bis zum 14. Juni im Stadtmuseum Düsseldorf zu den üblichen Öffnungszeiten ausgestellt.

www.duesseldorf.de

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