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Wohnglück in Willich

Privathaus mit Einliegerwohnung

Das 1.275 m2 große Grundstück ist von drei Seiten in die Natur eingebettet. Während im Süden und... mehr
Das 1.275 m2 große Grundstück ist von drei Seiten in die Natur eingebettet. Während im Süden und Westen ein Naturschutzgebiet an das Grundstück grenzt, befindet sich im Osten eine Schrebergartenkolonie. Auf diesem besonderen Grundstück sollten die Cossmann_Jacobitz Architekten Innenarchitekten ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung realisieren. Dabei galt es verschiedene Anpassungskriterien der Baubehörde zu berücksichtigen. Dazu zählten zum Beispiel die Dachform, Gebäudetiefe, Putzfassade und vieles andere mehr. Im Dialog mit dem Bauherrn und unter Einbeziehung der behördlichen Auflagen wurde die Idee realisiert, eine leere Gebäudehülle mit Satteldach zu konzipieren. In diese sollte von der Südseite ein zweigeschossiger Baukörper mit Flachdach und Terrasse im Obergeschoss nur so weit eingeschoben werden, dass ein verbleibender Luftraum die großräumige Eingangshalle mit Sandsteinbelag bildet.

Diese wird im Erdgeschoss auf natürliche Weise belichtet. Eine zusätzliche Belichtung über Atelierfenster im Dachbereich von Norden und Süden führt zu einem sehr differenzierten Licht- und Schattenspiel. Die in die luftige Halle eingestellte offene Treppenanlage mit Holzbelag erschließt die Galerieebene mit den Schlafräumen und den Bädern im Obergeschoss sowie das Souterrain mit der Einliegerwohnung und den Wirtschafts- und Technikräumen.

Der Eingangshalle sind im Erdgeschoss die Garderobe, das Gäste-WC, die Küche sowie der angrenzende Wohnraum mit Öffnung zum Süden und Westen angegliedert. Mit den Vorgaben des Bauherrn wurde ein Raumkonzept umgesetzt, das sich mit 360 m2 reiner Wohnfläche ganz auf das Nutzungsprogramm für eine Familie mit Kindern ausrichtet.

Unterhalb einer Pergola liegen die separaten Eingänge zu den beiden Wohnungen. Der mit einem hellen Sandstein ausgelegte Eingangsweg passiert das Wasserbecken, in dem sich zwischen unterschiedlichen Wasserpflanzen bunte Fische tummeln. Eine über das Becken gespannte Stahlbrücke führt direkt von der Eingangshalle in den Vorgarten.

Um dem Wunsch des Bauherrn Dr. Thomas Meyer nach regenerativer Umwelttechnologie gerecht zu werden, wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So wird das Gebäude ausschließlich über Erdwärme und Wärmepumpe für die Fubodenheizung sowie in Teilbereichen auch für die Wandheizung und das Warmwasser versorgt. Wasserspeier und Fallrohre lenken das Regenwasser der Dächer direkt in das als Regenrückhaltebehälter ausgewiesene Fisch- und Pflanzenbecken. Darüber hinaus wurden ökologische und regenerative Materialien wie Holz, Naturstein und Lehmputz für den gesamten Ausbau gezielt eingesetzt.

Mit dem Entwurf und der Gestaltung des Gartens wurden die Landschaftsarchitekten WKM Weber Klein Maas aus Meerbusch beauftragt. Sie entwickelten eine Gartenlandschaft, die die Architektur des Gebäudes einbezieht und den Charakter der Landschaft aufnimmt. Sichtschutzhecken an der Straße, ruhige Wiesenflächen, ein formal organisch angelegter Biotop-Teich, Blumeninseln und Blumenfelder unterschiedlichster Pflanzenarten und perspektivisch gezielt gesetzte Bäume ergänzen harmonisch das Landschaftsbild des Umfelds. Je nach Jahreszeit entstehen im Frühjahr, Sommer und Herbst die unterschiedlichsten Blumenfelder und -inseln und tauchen den Garten in ein farbiges Blütenmeer.

www.cossmann-jacobitz.com
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Fotos

Philipp Brohl