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Neue Räume für die i-Dötzchen

Sanierung und Erweiterung der Martinusschule in Neuss

Im Rahmen der Sanierung der Martinusschule in Neuss wurde das Gebäudeensemble aus den 50er Jahren... mehr
Im Rahmen der Sanierung der Martinusschule in Neuss wurde das Gebäudeensemble aus den 50er Jahren um einen Neubautrakt mit acht Unterrichts-und Klassenräumen, Küche, Essensbereich und Aula erweitert. Dabei verteilt sich das Bauvolumen, das 2009 fertiggestellt werden konnte, auf zwei spiegelsymmetrisch angeordnete Baukörper, in denen zum einen die Schule und zum anderen die Betreuung untergebracht sind. In einer offenen Bebauung grenzen sie den Schulhof zur Straße hin ab. Dank transparenter Verbindungsgänge werden die Zwischenräume in begrünte Höfe und Zugänge gegliedert. Die Klassen- und Betreuungsräume, das Foyer, die Aula und der Essraum sind mit großen raumhohen Verglasungen zu ihnen ausgerichtet, wodurch überraschende Blickbeziehungen zwischen Innen und Außen ermöglicht werden. Durch diese Transparenz und Großzügigkeit kann ein vielseitiger Gemeinschaftsgedanke gefördert werden.

Zudem werden sowohl die Natur als auch der Wechsel der Jahreszeiten im Inneren erlebbar und ermuntern dazu, den Unterricht auch einmal nach draußen zu verlegen. Die Bedingungen hierfür sind jedenfalls ideal: Während im Sommer eine alte Platane genügend Schatten für Unterrichtsstunden unter freiem Himmel spendet, kann die Sonne im Winter tief ins Gebäude und auf den Hof scheinen und so für angenehme Temperaturen sorgen.

Die äußere Gestaltung wird durch den Wechsel von großflächigen Klinkerfassaden mit den verglasten Flächen der Klassen- und Betreuungsräume bestimmt. Die geschlossenen Klinkerfassaden schirmen die Schulräume vom Straßenraum ab, während die zu den beiden Innenhöfen orientierten Fassaden der Klassenräume großflächig verglast sind. In diesem Bereich werden gleichsam die in die Bodenebene geklappten Klinkerfassaden zum Hofbelag, die auf diese Weise eine optische Verbindung zu den Schulräumen, die von der Straße aus sichtbar sind, schaffen.

Die im Läuferverband hergestellte Vormauerschale wurde mit einer Fußsortierung hergestellt, also mit der Rückseite nach vorne verarbeitet. Dabei stehen die sichtbaren Herstellungsspuren der Klinker in einem reizvollen Kontrast zum scharfkantigen, beinahe industriellen Erscheinungsbild des Steins.
Die wechselseitige, zeitlich versetzte Nutzung der Schule und der offenen Ganztagsschule gewährleistet eine optimale Ausnutzung der Räume und stellt eine Flächen- und Ressourcen schonende Alternative zu gängigen Nutzungsmodellen dar.

www.wichmann-architekten.de
Architekten Wichmann Architekten www.wichmann-architekten.de Fotograf Jens Willebrand... mehr

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Jens Willebrand
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