Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Neue Chance für Garath

Quartiersumbau bringt moderne, energieeffiziente Wohnungen in den südlichen Stadtteil

Düsseldorf gehört zu den Städten, die stetig wachsen und sich über eine boomende Wirtschaft... mehr

Düsseldorf gehört zu den Städten, die stetig wachsen und sich über eine boomende Wirtschaft freuen können. Kein Wunder also, dass verfügbare Grundstücke nur allzu gerne gekauft werden. Vorausgesetzt, die Lage beziehungsweise das Viertel stimmt. So ist Garath, das sich überwiegend durch die Architektur der 1960er- und 70er-Jahre auszeichnet und die üblichen Probleme solcher „Satellitenstädte“ aufweist, auf dem Immobilienmarkt nicht besonders gefragt. Eine Situation, die der Quartiersumbau an der Josef-Maria-Olbrich-Straße ändern soll. „Unser Ziel war es, ältere Wohngebäude mit nicht mehr zeitgemäßen Standards durch modernen und zukunftsfähigen Wohnraum zu ersetzen“, sagt Richard Henning, geschäftsführender Gesellschafter der HGMB Architekten.

So wurden die vier siebengeschossigen Laubenganghäuser aus dem Jahr 1964 durch vier Punkthäuser ersetzt, die bis zu sechs Geschosse hoch sind und über insgesamt 65 Wohnungen in verschiedenen Größen verfügen. Dabei wurde die hohe Wirtschaftlichkeit von kompakten, höhergeschossigen Gebäuden mit einer freundlichen, sorgfältig in den städtebaulichen Kontext eingepassten Architektur kombiniert. Klar definierte Übergänge zwischen öffentlichem, halb­öffentlichem und privatem Raum sorgen für ein angenehmes Wohnumfeld. Sämtliche Nutzungsbereiche sind so kombiniert, dass auch bei einer begrenzten Wohnfläche der Eindruck von Großzügigkeit entsteht. „Da jeder Quadratmeter seinen Preis hat, kam es darauf an, keine Fläche zu verschenken“, erklärt Richard Henning. So sind beispielsweise in den Gäste-WCs Duschen untergebracht, die als „kleines Badezimmer“ Entlastung in den Familienalltag bringen.

Entlastung in Bezug auf den Heizenergieverbrauch und die Kosten bringt der Einsatz verbesserter Dämmung und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Alle Gebäude erreichen einen „3-Literhaus-Standard“. Mit anderen Worten: Zur Beheizung müssen nicht mehr als drei Liter Heizöl pro Qudaratmeter und Jahr aufgewendet werden. Tatsächlich geheizt wird mit Fernwärme, die zu hohen Teilen aus einem Bio-BHKW gewonnen wird. Durch eine frühzeitig abgestimmte Entwurfsplanung mit allen Beteiligten konnte ein Konzept entwickelt werden, das gute Architektur, Funktionalität, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigt. „Unsere Planung sollte ausgewogen und nachhaltig sein, nicht nur wirtschaftlich, nur energetisch optimiert oder nur schön“, betont der Architekt und ergänzt: „In einem problematischen Umfeld ist es gelungen, eine bestehende städtebauliche Situation zu optimieren. Es wurden bezahlbare Wohnbauten in Niedrigenergiestandard errichtet, welche die Vorteile von vertikaler Verdichtung mit Augenmaß und differenzierter Architektur verbinden.“

www.hgmb.de

Architekten: HGMB Architekten www.hgmb.de Fotos: Patric Colling mehr

Architekten:

HGMB Architekten
www.hgmb.de

Fotos:

Patric Colling