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Mobilität der Zukunft

Düsseldorf setzt auf den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs

Täglich stehen Millionen Menschen weltweit in den Metropolregionen im Stau, die bestehenden... mehr

Täglich stehen Millionen Menschen weltweit in den Metropolregionen im Stau, die bestehenden urbanen Mobilitätskonzepte stoßen an ihre Grenzen. Gibt es Möglichkeiten, den zunehmenden Personen- und Güterverkehr in den Griff zu bekommen? Ja, sagen Stadtentwicklungsplaner. Denn immer mehr Ballungsräume verfolgen eine nachhaltige Verkehrsplanung – mit großem Erfolg.

Düsseldorf setzt dabei auf den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs, auf unterirdische Verkehrsadern und auf neue, ausgebaute Rad- und Fußwege. Etwa mit der neuen Wehrhahn-Linie, der U-Bahnverbindung in Ost-Süd-Richtung durch die Landeshauptstadt. Ab Februar 2016 soll sie in Betrieb gehen. Mehr als 53.000 Menschen werden dann werktags auf dieser Linie in Düsseldorf unterwegs sein. Dank der neuen Strecke entstehen schnelle Verbindungen quer unter der Innenstadt hindurch. Vom S-Bahnhof Wehrhahn bis zum Bahnhof Bilk bindet sie die Stadtentwicklungsgebiete im Osten und Westen noch besser und bequemer an das bestehende Liniennetz an. Darüber hinaus reduziert die City-Unterfahrung die Fahrzeiten mit der Stadtbahn. Zentraler Umsteigepunkt ist dabei der neue U-Bahnhof an der Heinrich-Heine-Allee. Unter dem bereits bestehenden Bahnhof entsteht ein Zugang zur Wehrhahn-Linie, den jeden Tag mehrere Tausend Fahrgäste nutzen werden. Der Einstieg ist entlang der kompletten Linie niveaugleich, das heißt: Menschen mit eingeschränkter Mobilität können überall leicht ein- und aussteigen. Die Zeiten der Hochbahnsteige gehören damit der Vergangenheit an. Durch die Trennung von Fahrbahn und Schienenweg entsteht auf den Straßen mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger. Im Rahmen der Umbauten wird auch ein neuer Radweg angelegt: als Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Theatermuseum und der Johanneskirche. An seinem Ende schließt er die Lücke zum bereits bestehenden Ost-West-Radweg.

Fahrradständer in der Innenstadt sowie an den wichtigen Zielen für den Radverkehr bieten Platz zum sicheren Abstellen – und machen den Umstieg vom Rad auf den ÖPNV attraktiver: Mittlerweile stehen in Düsseldorf 2.560 Stellplätze für Fahrräder an Haltestellen zur Verfügung. Düsseldorf setzt auch darauf, Kundenkarten zum Beispiel der Verkehrsgesellschaften dahingehend weiter zu entwickeln, dass sie als Mobilitätskarten auch für das Anmieten von Fahrrädern oder Elektroautos genutzt werden können. Das neue Rheinbahn-Monatsticket etwa erlaubt die Nutzung von Bahn, Bus, Auto und Rad mit nur einer Chip-Karte.

Die Landeshauptstadt verfolgt seit den 1990er Jahren ein erfolgversprechendes Konzept: schnelle Verbindungen für den Verkehr zu schaffen und den Freizeitwert Düsseldorfs zu erhöhen. Das funktioniert bei der Untertunnelung des Rheinufers – und künftig auch am Kö-Bogen. Autofahrer erreichen die Innenstadt besser, weil die unterirdischen Straßenführungen optimal an die Parkhäuser angebunden sind. Wo oberirdisch zuvor die Autos im Stau standen, erhalten die Menschen mit der Hofgartenpromenade Raum zum Flanieren und Entspannen.

www.duesseldorf.de
www.rheinbahn.de