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Mit Augenmaß weitergebaut

Ein altes Satteldachhaus in Ratingen wird behutsam saniert und erweitert

Es muss nicht immer der Neubau sein, mit dem man seine Flächen- und Raumwünsche umsetzt. Mit... mehr

Es muss nicht immer der Neubau sein, mit dem man seine Flächen- und Raumwünsche umsetzt. Mit einem klug konzipierten Anbau kann auch ein eigentlich unpassender Bestand passend gemacht werden. So war es auch bei einer Familie, die in ihrem angestammten Wohnviertel in Ratingen-Hösel bleiben wollte und deshalb – nach langer Suche – ein Wohnhaus kaufte, das für ihre Ansprüche eigentlich zu klein und zu eng war. Das Architektur- und Innenarchitekturbüro Marcus Fuhren aus Essen plante einen Umbau, der den mit nur wenigen Eingriffen veränderten Bestand mit einem neuen Anbau verknüpft. Um dem außerhalb des Bebauungsplanes liegenden Planungsrecht Rechnung zu tragen, wurde eine Bauvoranfrage gestellt. Nach dem positiven Bescheid genehmigte die Bauaufsichtsbehörde noch im selben Monat den nachgereichten Bauantrag und die Realisation des Projektes konnte beginnen.

Ziel war es, eine geschickte Raumfolge zu entwerfen, in die das Raumprogramm von einzelnen Kinderzimmern, einem separierten Elternbereich und dem Wohn- und Essbereich harmonisch eingefügt werden konnte. Die bestehende Tragstruktur des Gebäudes sollte dabei möglichst nicht unnötig belastet werden. Auch die weiß geschlämmte Ziegelfassade des Bestands sollte nicht verändert, alle Fensteröffnungen erhalten werden. Um das bisherige Straßenbild zu erhalten, wurde der Anbau an der Rückseite des Gebäudes platziert. Unter dem Dach des Hauses im 1. Obergeschoss wurde ein Bereich für die Kinder geschaffen. Dafür wurden Wände geöffnet und das Bad für die Kinder komplett erneuert. Die Geschoss verbindende Betontreppe wurde mit Holzstufen belegt, auch um diese dem neuen Fußbodenaufbau mit Fußbodenheizung anzugleichen. Im Erdgeschoss des Hauses kam der großzügige Schlafraum der Eltern mit eigenem Bad zur Ausführung. Die Küche konnte dagegen an ihrem früheren Ort beibehalten werden, ist aber nun durch einen großen Durchbruch mit dem neuen eingeschossigen Anbau verbunden.

Die Erweiterung von ca. 45 m² im Erdgeschoss wurde massiv als Kalksandsteinmauerwerk ausgeführt. Das Dach ist als einfache Zimmermannskonstruktion konzipiert. Zusätzlich zur erforderlichen Wärmedämmung wurde es mit einer Aufdachdämmung erweitert, wodurch der sommerliche Wärmeschutz und die bauphysikalischen Eigenschaften verbessert werden konnten. Lichtöffnungen im Dach sorgen für die nötige Belichtung der neuen Raumtiefen bis weit in den Bestand hinein. Im Wohnbereich, der mit Eichenparkett ausgelegt wurde, schaffen die transluzenten Glasflächen der Oberlichter zudem eine diffuse Lichtstimmung für die einzelnen Skulpturen und Bilder des Bauherrn – einem kleinen privaten Museum nicht unähnlich. Um einen ebenerdigen Ausgang auf einer Terrassenfläche zu ermöglichen, erfolgte eine Anpassung des Geländes. So ist es im Sommer ein Leichtes, den familiären Mittelpunkt nach draußen zu verlegen.

www.architekt-fuhren.de

Architekten: Architekturbüro Marcus Fuhren www.architekt-fuhren.de Zimmerer und... mehr

Architekten:

Architekturbüro Marcus Fuhren
www.architekt-fuhren.de

Zimmerer und Dacharbeiten:

Yos Zimmerei und Dachkonzept
www.yos-dach.de

Trockenbau:

Peter Ahlendorf
www.ahlendorf-gmbh.de

Heizung und Sanitär:

Hokra Haustechnik
Christof Krahforst
www.hokra.de

Außenanlagen:

Strucksberg & Reimers
www.muelheimer-traumgaerten.de

Fotos:

Peter Stockhausen
www.peter-stockhausen.de

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