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Mehr als Energieeffizienz

Neubau einer Mehrgenerationen-Siedlung in Hassels

Ob Neubau oder Sanierung – um die CO2-Emissionen von Wohnbauten zu reduzieren, sollten sie so... mehr

Ob Neubau oder Sanierung – um die CO2-Emissionen von Wohnbauten zu reduzieren, sollten sie so energieeffizient wie möglich geplant werden. Immerhin entfällt derzeit rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs auf die Raumwärme und Warmwassererzeugung. Mit kompletten Wohnsiedlungen lässt sich die Klimaschutzpolitik im großen Rahmen konsequent umsetzen. „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen“ strebt die Landesregierung an und fördert nicht nur innovative Energiekonzepte, sondern auch die städtebaulichen und sozialen Qualitäten zugunsten einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung.

In diesem Kontext entstand diese aus einem Wettbewerb als Sieger hervorgegangene Mehrgenerationen-Siedlung mit 62 Wohneinheiten und einem Gruppenwohnraum. Die 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen sind barrierefrei nach DIN 18040-2 konzipiert, mehr als die Hälfte der Wohnungen sind gefördert nach WFB (Wohnraumförderungsbestimmungen). Die Grundrisse folgen dem Prinzip des „Durchwohnens“, d. h., sie nehmen die gesamte Gebäudetiefe ein, wobei sich die Wohn- und Schlafräume zum begrünten Innenhof orientieren.

Verglaste Treppenhäuser verbinden die im Passivhausstandard erstellten fünf unterschiedlich großen, viergeschossigen Flachdachbauten. Eine Spännererschließung gliedert die Siedlung in kleine, gut überschaubare Einheiten und schafft eine hohe Identifikation der Bewohner mit „ihrem Haus“. Als transparente Zäsuren dienen die Treppenhäuser zu dem barrierefreien Zugang des Innenhofes und schirmen ihn vor Lärmemissionen ab. Durch den Bau der beiden Tiefgaragen konnte dieser begrünte Kommunikations- und Spielbereich vom Fahrverkehr freigehalten werden.

Das Energiekonzept basiert auf drei wesentlichen Komponenten: automatischer Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und einem zentralen Lüftungsgerät im beheizten Kellergeschoss jeden Hauses, solarthermischen Anlagen auf den Flachdächern sowie einem Gasbrennwertkessel im 1. und eine Holzpelletanlage im 2. Bauabschnitt. Die Lüftungsgeräte leiten die Abluft mit CO2 und Feuchtigkeit nach draußen und übertragen bis zu 98 Prozent der darin enthaltenen Wärme an die einströmende Frischluft. Die verbleibende Heizlast und den Warmwasserbedarf decken die solarthermische Anlagen und die beiden Gasbrennwertkessel. Pufferspeicher versorgen die Heizregister der Lüftungsanlagen und die Heizkörper in den Wohnungen. Den benötigten Strom liefert das öffentliche Netz.

www.hgmb.de

Architekten: HGMB Architekten www.hgmb.de Fotos: Patric Colling mehr

Architekten:

HGMB Architekten
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Fotos:

Patric Colling