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Konzentration als Haltung

Ein kleines Haus in Solingen begreift Low-Budget als Chance

Das kleine 121 m² Wohnfläche bietende Haus in Solingen verstand kostenorientiertes Bauen von... mehr

Das kleine 121 m² Wohnfläche bietende Haus in Solingen verstand kostenorientiertes Bauen von Beginn an nicht als die Kapitulation vor einem notwendigen Sparzwang. Im Gegenteil: Es ging darum, das geringe Budget als Chance zu einer Konzentration auf das Wesentliche zu begreifen – konsequent durchdacht und ehrlich umgesetzt. Die zweigeschossige Konzeption mit Satteldach reflektiert die regionale Bautradition und die umliegende Nachbarbebauung. Der Grundriss in L-Form leitet sich aus dem Grundstück ab; er ermöglicht eine einfache Zonierung der Geschosse: So sind im EG gartenseitig Küche und Wohn-/Essbereich zwar räumlich voneinander getrennt, erhalten aber über die Terrasse eine spannende Verknüpfung. Straßenseitig arrangiert wurden alle Diensträume: ein Hauswirtschafts-, ein Lagerraum und ein Duschbad. Über eine in das Entrée eingestellte zweiläufige Treppe gelangt man in das OG, welches unter den hohen Giebeln jeweils ein Schlaf-, Kinder- und Arbeitszimmer sowie ein Vollbad beherbergt. Die Funktion der Privaträume wird an der Fassade ablesbar, was maßgeblich zu ihrem modernen und zeitlosen Eindruck beiträgt.

Als grauer Solitär passt sich der Baukörper der Solinger Tradition der Schieferfassade farblich an, ohne sie zu imitieren. Die weißen Fenster - ohne Holz- oder Aluminiumoptik – verstärken im Zusammenspiel mit den glatt verputzten Laibungen die klaren Proportionen der Fensteröffnungen. Den Raumeindruck des EGs prägen Sichtbetondecken. Sie finden ihr Pendant in großformatigem Feinsteinzeug, das nahezu im gesamten Haus das graue Farbspiel fortsetzt. Glatte, weiße Putzflächen schaffen im OG hohe, lichtdurchflutete Räume und im EG einen neutralen Hintergrund für die Fotokunstsammlung der Bauherren. Aus dem minimalistischen Anspruch ergeben sich puristische Details: So sind die Deckenspots in den Sichtbetonflächen nichts weiter als eingeschraubte Glühbirnen, auch die Kastenrinnen zur Dachentwässerung wurden auf das Wesentliche reduziert. Eine Architektur ist entstanden, die eine eigenständige Haltung betont und regionale Bautraditionen sich zeitgenössisch anverwandelt – reine Baukosten (brutto, ohne die in Eigenleistung erbrachten Maler-, Boden- und Fliesenarbeiten): 182.000 Euro!

www.kirschnick-architektur.de

Architekten: kirschnik Architektur BDA www.kirschnick-architektur.de Fotos: Janosch... mehr

Architekten:

kirschnik Architektur BDA
www.kirschnick-architektur.de

Fotos:

Janosch Gruschczyk
www.jg-fotografie.de

Fassadenarbeiten und Malerarbeiten:

Amzehnhoff
www.amzehnhoff-gmbh.de/

Heizungs- , Sanitär- und Elektroarbeiten:

ecopower
www.ecopower-waermepumpe.de

Metallbauarbeiten:

Metallbau Dörtelmann
www.metallbau-doertelmann.de

Innenputzarbeiten:

Stuckateurbetrieb Sven Gavolek
www.gavolek.de