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Klassisch mit Akzent

Der Textilbodenhersteller Interface hat seinen neuen Deutschlandsitz wieder in Krefeld

Es ist ein Juwel des Neuen Bauens, entworfen von Mies van der Rohe in den 1930er-Jahren und... mehr

Es ist ein Juwel des Neuen Bauens, entworfen von Mies van der Rohe in den 1930er-Jahren und derzeit in umfänglicher Restaurierung begriffen. Der ehemalige Industriekomplex der Verseidag – heute Standort des neuen Mies van der Rohe Business Parks – bietet einen stimmigen Wirkungsort für Interface. Der Deutschlandsitz des weltweit führenden Herstellers textiler modularer Bodenbeläge hat vor kurzem das ehemalige Speditionshaus bezogen. Die Innenarchitektur folgt den Entwurfsideen des weltberühmten Architekten, nutzt den Bestand jedoch vollkommen anders: Konzipiert als Arbeitsplatz, Kreativort und Treffpunkt wird der neue Hauptsitz zum Living Work Place.

Der Umbau gibt dem Gebäude seine ursprüngliche Leichtigkeit zurück. Einbauten, Trennwände und funktionale Notwendigkeiten der jüngeren Zeit wurden rückgebaut. Somit tritt die bauliche Struktur – getragen von einem ausgewogenen Verhältnis von Raumtiefe, Stützenraster und Gebäudebreite – wieder ganz in den Vordergrund und erlaubt durchgängige Blickachsen. Interfaces integratives Gestaltungskonzept nutzt die Möblierung, um den Raum neu erlebbar zu machen – mit bewusst gesetzten Akzenten. So ordnen sich im Erdgeschoss die Arbeitsplätze in das ursprüngliche Raumraster ein, während die organisch geformten Zonen für Bibliothek, Kitchenette und Lounge bewusst aus dieser Ordnung ausbrechen. Gleichzeitig spiegelt das Konzept Grundsätze des Biophilic Designs wider: Über biomorphe Formen, Oberflächen und Muster werden Analogien zur Natur geschaffen, die positiv auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter wirken. Eine besondere Herausforderung stellte der Keller dar, der noch nie als Büro genutzt worden war. Eine Auskofferung im Außenbereich sorgt mit großen Fenstern auch hier für natürliches Tageslicht. Jedem Raum und jeder Zone wurde planerisch die Aufmerksamkeit entgegengebracht, die die individuellen Arbeitsplatzbedürfnisse der Mitarbeiter eforderten. Dabei fand das Active Office®-Konzept Anwendung: Steh- und Sitzarbeitsplätze, zonierte Bereiche für konzentrierte Einzelarbeit sowie die kommunikative Teamarbeit wechseln sich ab. Entstanden ist ein einzigartiges Business Case, das Arbeitsplatz, Showroom und Erlebnisort für Kunden in einem ist.

www.interface.com

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Fotos:

Bernadette Grimmenstein