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Junges wohnen mit Aussicht

Ein Studierendenhaus in der neuen bahnstadt opladen schafft energieeffizienten Wohnraum

Spätestens zu Semesterstart zeigt es sich wieder: Studentenwohnungen sind ein rares Mangelgut in... mehr

Spätestens zu Semesterstart zeigt es sich wieder: Studentenwohnungen sind ein rares Mangelgut in den Metropolregionen. Auch im Entwicklungsgebiet neue bahnstadt opladen spielt das Thema eine Rolle: 2012 hatte das Kölner Architekturbüro HU MA N hussmann und macht einen vom Kölner Studierendenwerk ausgelobten Realisierungswettbewerb gewonnen. Ein Passivwohnhaus für 62 Studenten entstand in direkter Nachbarschaft zum denkmalgeschützten Bestand des industriell geprägten Standortes.

Das Gebäude zeigt sich als kompakter Solitär mit drei Vollgeschossen und einem zurückspringenden Staffelgeschoss. Der Eingang wurde als Einschnitt in das Gebäudevolumen gestaltet – er orientiert sich direkt zur geplanten fußläufigen Anbindung an den neuen Campus Leverkusen der TH Köln. Zur Straße prägt die Fassade der unbeheizten Erschließungszone aus transluzentem Profilglas das Bild des Studierendenhauses. Sie verleiht dem Wohngebäude seinen einzigartigen Charakter und agiert zugleich als effizienter Witterungs- und Schallschutz. Auf der Süd- und Westseite wurden die großformatigen, raumhohen Fenster als französische Balkone ausgeführt – das schafft helle und freundliche Räume. Die großen nach Süden ausgerichteten solaren Öffnungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Passivhausbauweise. Dazu kommt eine dezentrale Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung. Verschattet werden die Fenster über einen elektrisch betriebenen Textilscreen. Das Farb- und Materialkonzept der Fassade wurde mit dem Denkmalamt der Stadt Leverkusen abgestimmt. Dem historischen Kontext des Planungsgebietes wegen war für einzelne Teilbereiche der Fassade eine Klinkeroberfläche vorzusehen. Die frische Akzentfarbe der Fassade betont die junge Bewohnerstruktur und zieht sich auch von innen konsequent als gesamtheitliches Farbkonzept durch das Gebäude. Alle Wohnungen wurden zum „Durchwohnen“ mit zweiseitiger Belichtung konzipiert. Zum Garten hin orientieren sich dabei die Wohn- und Schlafbereiche für ruhiges Studieren und Privatsphäre. Die Koch- und Essbereiche liegen dagegen an der gegenüberliegenden Erschließungsachse. Nur am westlichen Kopf des Zeilenbaus wurde dieser Grundrisstyp variiert: Aufgrund der unmittelbar angrenzenden Nachbarbebauung sind die Appartements hier durchweg nach Westen ausgerichtet. Alle Erd- und Staffelgeschosswohnungen verfügen zudem über nach Süden ausgerichtete Garten- bzw. Dachterrassen. Aber auch die Hausgemeinschaft wurde nicht vergessen: Das Skydeck über dem westlichen Gebäudekopf steht allen Bewohnern für gemütliche Begegnungen in der Abendsonne zur Verfügung.

www.hussmannundmacht.de

Fotos:

Jürgen Schmidt
www.juergen-schmidt-fotografie.de

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