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Fließende Raumverknüpfungen

Bungalow in Viersen setzt auf ein offenes Wohnkonzept

Inmitten eines gewachsenen Stadtviertels am Stadtrand hatte der Bauherr – ein junges Paar mit... mehr

Inmitten eines gewachsenen Stadtviertels am Stadtrand hatte der Bauherr – ein junges Paar mit Kind – ein großzügiges Grundstück gefunden, das seinen Erwartungen an ein Wohnen im Grünen entsprach. Das Haus, das darauf errichtet werden sollte, durfte keine Stangenware sein. Das Interesse und Verständnis für architektonische Ästhetik brachte die Mönchengladbacher Architekten von aprikari ins Spiel. Man verstand sich auf Anhieb gut und teilte die Vorliebe für eine moderne, elegante Architektursprache.

Das Bauherrenpaar hatte von Beginn an ziemlich klare Vorstellungen, wie das neue Zuhause auszusehen hatte: Ein Bungalow, komfortabel und geradlinig, sollte auf dem 1.350 m² großen Grundstück errichtet werden, ausgestattet mit großzügigen, hellen und offenen Raumstrukturen. Die Architekten entwickelten auf dieser Grundlage ein eingeschossiges, partiell unterkellertes, L-förmiges Gebäude, das mit seiner Breitseite zur Straße weist und auf der Rückseite eine weitläufige Terrasse umfasst. Der straßenseitige Kubus wurde mit einem zu allen Seiten flachgeneigten Walmdach versehen, das straßenseitig durch die lokalen Bebauungsvorgaben vorgeschrieben war.

Auf einer Ebene liegen das Entree und der große, offene Wohnbereich – insgesamt 470 m² Wohn­nutzfläche. Der Esszimmerbereich sowie die offene Küche wurden über in den Raum hinein­gestellte Wandscheiben vom eigentlichen Wohnen abgelöst, ohne die Bereiche voneinander räumlich zu trennen. In eine der Wandscheiben wurde ein Kamin integriert. Im garten­seitig anschließenden Trakt des Hauses befinden sich das Schlafzimmer der Eltern, das großzügig ausgestattete Masterbad sowie das Kinderzimmer. Mit seinen klaren Linien ist der Grundriss zur Natur ausgerichtet und integriert sich harmonisch in die idyllische Waldrandlage. Deckenhohe Glaselemente auf der Gartenseite des Bungalows erweitern die Wohnfläche optisch ins Freie und holen die Natur unmittelbar ins Haus. Die Terrasse bewegt sich vom Wohnraum schwellenlos ins Grüne und stellt dabei eine Verbindung zum Masterbad her. Die großzügig mit einer Sauna, Doppelwaschbecken und freistehender Badewanne ausgestattete Badelandschaft geht fließend in das Schlafzimmer über und erweitert sich sogar nach draußen: Eine nicht einsehbare Außendusche bietet ein besonderes Feature des Hauses.

Aber nicht nur Schlafzimmer, Badezimmer und Außenraum stehen in einem spannungsvollen Verhältnis zueinander. Alle Räume wurden so mit Öffnungen versehen, dass sie lichtdurchflutet sind und eine wohldurchdachte Lichtregie der Räume entsteht, die zur intensiven Verknüpfung der Räume beiträgt. Was die Material­sprache angeht wurde bewusst auf Kontraste gesetzt. Im Inneren stellt die weiß gestrichene Sichtbetonwand einen harmonischen Kontrast zu den großflächigen, sehr leicht wirkenden Glaselementen dar. Die feinen und glatten Wände setzen sich durch Schattenfugen im Übergang zur rau belassenen Sichtbetondecke eindrucksvoll in Szene. Ein durchgehend gegossener Boden aus anthrazitfarbenem Industrieestrich in fugenloser Optik rundet das Bild ab. Einen Akzent im großzügigen Masterbad stellt die gemauerte Natursteinwand aus Grauwacke dar. Sie kontrastiert mit der glatt-weißen, freistehenden Badewanne und den volltransparenten Fensterflächen. Im Außenbereich steht dagegen das breite Aluminium-Vordach mit integriertem Lichtsystem im Mittelpunkt. Es schafft einen angenehmen Kontrapunkt zu den Gabionen-Begrenzungsmauern, die das Grundstück nach außen offen umstehen.

Die besondere Herausforderung bestand für die Architekten darin, die minimalistische Architektursprache mit der Funktionalität des Hauses zu vereinen. Einerseits mussten die individuellen Bedürfnisse der Bewohner hinreichend berücksichtigt werden. Gleichzeitig ging es jedoch auch darum, die Prinzipien einer energieeffizienten Planung zu erfüllen. Das binnen knapp fünf Monaten realisierte Haus wurde mit einer modernen Erdwärmeanlage mit Wärmerückgewinnung nachhaltig ausgestattet. In Kombination mit einem Wärmedämmverbund-Glattputzsystem wurde auf Energieeffizienz bedacht gebaut.

www.aprikari.de

Architekten: aprikari GmbH ] Co. KG www.aprikari.de Fotos David Justen Robau: Hören... mehr

Architekten:

aprikari GmbH ] Co. KG
www.aprikari.de

Fotos

David Justen

Robau:

Hören Bau
www.hoeren-bau.de

Zimmerarbeiten:

Rings & Helmig
www.rings-helmig.de

Dachdecker:

Harff & Möller Bedachungen
www.harffmoeller.de

Fliesen:

Fliesenart Bialon
www.fliesenart-bialon.de

Heizung-Sanitär:

Raffaele Avvisati
www.avvisati.de

Innenausbauarbeiten:

Hand-Werk-Denkmalpflege