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Fliessend wie ein Fisch

Die Sanierung des Aquazoos ermöglicht auch eine neue innovative Ausstellungsszenografie

Der Düsseldorfer Aquazoo, der zugleich die der Stadt übereignete naturkundliche... mehr

Der Düsseldorfer Aquazoo, der zugleich die der Stadt übereignete naturkundliche Löbbecke-Sammlung beheimatet, wurde bis 1987 nach Plänen des Architekturbüros Dansard, Kalenborn und Partner im Nordpark errichtet. Nach einer Betriebszeit von knapp 25 Jahren wies er dem Alter entsprechende optische und vor allem technische Mängel auf. Die maximale Lebensdauer vieler technischer Aggregate, wie zum Beispiel die der Lüftungsanlagen, der Kältemaschinen und Kessel, aber auch die der Verglasungen der Glaspyramiden, des Flachdaches und der Dichtungsbänder in der Granitfassade war erreicht, zum Teil überschritten.

Auch im Ausstellungsbereich bestanden bautechnische und optische Mängel – Dichtungsprobleme an den Aquarien, aber auch Abnutzungen an Böden, Wänden und Ausstellungseinbauten. Bauphysikalische Mängel riefen in den Tierpflegebereichen Schimmelpilzbefall hervor. Mehrere Tiergehege entsprachen zudem nicht mehr den aktuellen Haltungsrichtlinien. Speziell die Robbenanlage sollte in ein Gehege für Afrikanische Pinguine transformiert werden. Das Berliner Architekturbüro Heinle Wischer und Partner führte eine umfangreiche Sanierung durch, die von der Erneuerung der Dachpyramiden über die Modernisierung der Wasser- und Lüftungstechnik bis hin zur Sanierung der Aquarien reichte. Um der zunehmenden Konkurrenz anderer regionaler Aquarien zu begegnen, musste der mit kontinuierlich sinkenden Besucherzahlen konfrontierte Aquazoo aber auch in seiner Attraktivität gesteigert werden. Die Einrichtung, die zu den wenigen weltweit zählt, die ein Aquarium mit einem Naturkundemuseum verbinden, sollte auch in ihrem Bildungsangebot zeitgemäßer gestaltet werden. In einer einzigartigen Kombination von lebendigen Tierwelten, interaktiven Installationen und naturkundlichen Exponaten können die Besucher der Entwicklung des Lebens heute im Aquazoo auf den Grund gehen. Die Architekten des Berliner Ausstellungsbüros klv studio haben dazu wellenförmige Möbel und hochwertige Wandelemente entwickelt, die sich als Band durch die gesamte Ausstellung ziehen. Sie lassen die Besucher förmlich durch die Ausstellung fließen – dabei wechseln die Farben entsprechend der Storyline von blau über grün zu braun. In den Wandelementen sind Aquarien, Terrarien und naturkundliche Objekte eingelassen und inhaltlich übersichtlich angeordnet. Runde Inseln in der Mitte der Buchten verdeutlichen die jeweilige zentrale Fragestellung: Was bringt Tierarten dazu, ihren Lebensraum zu wechseln? Welche evolutionäre Adaptionsleistung verbirgt sich dahinter? Seit seiner Eröffnung im Herbst erfreut sich der Aquazoo wieder großer Popularität: Bereits im ersten Betriebsjahr könnte die Marke von 500.000 Besuchern geknackt werden.

www.duesseldorf.de/aquazoo

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