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Entspannte Gaumenfreuden

Die Sansibar im Kö-Bogen holt die Nordsee an den Rhein

Seit einigen Monaten muss man auch auf dem Festland nicht mehr darauf verzichten: Breuninger... mehr

Seit einigen Monaten muss man auch auf dem Festland nicht mehr darauf verzichten: Breuninger besitzt mit dem Kö-Bogen von Daniel Libeskind nicht nur eine außergewöhnliche Architektur. In ihm befindet sich auch auf der zweiten Etage mit Blick über den Hofgarten die erste Niederlassung des überregional bekannten Restaurants Sansibar außerhalb der Insel. Dittel Architekten aus Stuttgart und Berlin haben das Interior Design für das 230 m² große, berühmte Restaurant vom Sylter Gastronom Herbert Seckel zuzüglich weiterer Nebenflächen gestaltet und ausgeführt. Ziel war es, die lockere und ungezwungene Atmosphäre aus dem Original an der Nordsee in die Metropole am Rhein zu bringen. Dabei sollte eine harmonisch mit dem Interior von Breuninger verbundene Gestaltung entstehen, die sowohl natürliches als auch hochwertiges Flair ausstrahlt. Um die besondere Inselatmosphäre von Sylt erlebbar zu machen, wurden typische Materialien wie Altholz als Verkleidung und Tische verwendet. Vor allem massives Eichenholz kam dabei zur Anwendung. Aber auch das für die Sansibar so wichtige Thema Wein wurde als charakteris­tischer Bestandteil im Entwurf berücksichtigt.

Das Angebot der Sansibar im Kö-Bogen teilt sich in verschiedene gastronomische Zonen auf, insgesamt bieten sie Platz für mehr als 130 Gäste. Zentrales Element im Raum ist die große Bar. Tagsüber zeigt sie sich zum Verkaufsraum von Breuninger komplett offen und lädt Besucher des Hauses ein, sich bei einem Snack auszuruhen. Eine flexible Möblierung befindet sich im äußeren Fassadenbereich, von wo aus man den Blick über die Landskrone schweifen lassen kann. An den Stirnseiten umfassen dagegen Bankettsitze harmonisch den Raum. Unterstützt werden sie dabei von einer patinierten Wandgestaltung, die in Anlehnung an alte Weinkeller gestaltet wurde. Im Zentrum des Raumes stehen zwei langgestreckte, massive Mittelraumtische, welche Kommunikation und Ungezwungenheit fördern. Kerzenleuchten spenden ein angenehmes Licht dazu.

Für größere Gruppen bietet die Stammtisch-Ecke eine gemütliche Rückzugsmöglichkeit. In ihr steht das Thema Wein ganz im Vordergrund. Wand und Decke verbinden sich zu einer hinterleuchteten Verkleidung, die die Optik von übereinander gestapelten Weinkisten hat. Ein darin integriertes Fenster bietet Einblick in den üppig bestückten Weinklimaraum. Über dem massiven, patinierten Tisch sorgen Leuchten aus Weinflaschen für eine stimmungsvolle Beleuchtung. Eine zweite, raffinierte Besonderheit neben dem Stammtisch stellen die vier indirekt beleuchteten Separees dar, die erneut eine klare Verbindung zur Sylter Sansibar herstellen. Sie muten in ihrer Silhouette einfachen Holzhütten an, sind aber sowohl in ihrer Materialität aus Eichenholz als auch in der Beleuchtung schlicht und modern ausgeführt. Der Bodenbelag des Restaurants (verlegt durch Augustat Parkett) besteht aus ungewöhnlichem Parkett mit gewollt rustikaler grober Oberfläche in einem leichten Schieferton. Die Gestaltung der Wände wurde in dazu passenden Sandtönen ausgeführt; weißer Mineralwerkstoff für die Thekenoberfläche rundet die freundliche Atmosphäre ab. Für kleinere Farbakzente sorgen die gestreiften Stoffe der Kissen - die Sansibar bringt etwas Sylter Urlaubsentspannung auf die Kö.

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