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Entspannend anders

Die Dentalpraxis von den Pluszahnärzten in der Graf-Adolf-Straße

Schon der erste Blick durchs Schaufenster ist verlockend: Wie in einer Lounge sitzt man da... mehr

Schon der erste Blick durchs Schaufenster ist verlockend: Wie in einer Lounge sitzt man da gemütlich auf braunen Ledersitzen. Gelassen schlängeln sie sich durch den Eingangsbereich, leiten über zu einer organisch geformten skulpturalen Raumlandschaft, die in die Tiefe des Innenraums weist. Erst auf den zweiten Blick entpuppt sich dieser Ort als der zentrale Empfangs- und Wartebereich der fünf Fachabteilungen von den Pluszahnärzten: Sowohl die Abteilung für Prophylaxe, als auch die Kinderpraxis, als auch die Spezialabteilungen der Oralchirurgie, Endodontie und Kieferorthopädie befinden sich zusätzlich zu den allgemeinen zahnmedizinischen Praxen in den fünf Etagen darüber, alles über einen Fahrstuhl erreichbar.

Komfort und Wohlbefinden stehen bei den Pluszahnärzten hoch im Kurs. Vor fünf Jahren konnte das seit 1993 bestehende Unternehmen das Ladengeschäft im Erdgeschoss dazu gewinnen – die Eisdiele Palatini, die lange dort ihr leckeres Stracciatella-Eis verkaufte, hatte sich an einen anderen Ort verabschiedet. „Wir haben uns lange gefragt, wie wir mit dem schlauchartigen Raum umgehen sollten und wie er sich optimal für unsere Zwecke nutzen lässt“, gibt Marc Hoffmann zu, einer der beiden Gründer von den Pluszahnärzten. Mehrere Architekten und Designer wurden um Vorschläge gebeten. Erst eine Anfrage bei dem weltweit agierenden Berliner Architekturbüro Graft brachte die zündende Idee: Um die Länge des Raumes zu überwinden, schufen die Architekten einen „Twister“ – ein Kompositionselement, das sich auf Höhe des Empfangs aus der Wand schraubt, in die Decke übergeht und dann bis zum Eingangsbereich erstreckt. Das leitet nicht nur sanft durch den Raum, sondern setzt auch ein Zeichen: In seiner spiralförmigen Windung symbolisiert der „Twister“ einen Äskulapstab, also eine um einen Stab gewundene Schlange, seit dem Altertum das Symbol der Ärzteschaft schlechthin.

Am Computer mit digitalen Entwurfswerkzeugen entworfen, wurde der „Twister“ als eine Holzskelettkonstruktion realisiert. Die passgenau konfektionierte Außenverkleidung besteht aus individuell zugeschnittenen und geformten Gipskartonplatten. Die weiße skulpturale Form steht dabei in einem harmonischen Kontrast zur dunkel gehaltenen Raumhülle, die mit einer eleganten, exklusiv für die Pluszahnärzte entworfenen Tapetenfolie versehen wurde. Die dynamisch in den Raum weisende, horizontale Linienoptik ist in warmen Braun- und Orangetönen gehalten. Punktuell wird sie aufgelockert durch dekorative Orchideenblütenmotive, die den Lounge-Charakter des Raumes unterstreichen. Skulptural geformte Leuchten setzen Akzente in den verschiedenen Raumzonen. In die Wand integrierte gläserne Schauvitrinen, Einbaufächer und -schränke bis hin zu den in der Empfangstheke versenkten Bildschirmen unterstreichen das Raumkonzept, das alles wie aus einem Guss erscheinen lässt. Erst hinter der Rückwand des Empfangs schließt sich ein abgetrennter Bereich mit WCs und einem Waschtisch an, in einem leuchtenden Orange gehalten und sogar mit Fernsehern ausgestattet. Wer mag sich bei einem solch belebenden wie entspannenden Raumerlebnis noch vor dem Zahnarzt fürchten?

www.diepluszahnaerzte.com
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Marcus Schwier
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