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Effizienter Kieselstein

Das „Silizium“ in Oberkassel setzt auf hohe energetische Standards

Silizium ist ein effizientes Material, das eng mit der Menschheitsgeschichte verwoben ist. Heute... mehr
Silizium ist ein effizientes Material, das eng mit der Menschheitsgeschichte verwoben ist. Heute wird es in reiner Form vor allem als Halbleitermaterial in Mikrochips verwendet – aber schon der Feuerstein wurde aus Kieselsteinen geschlagen, die siliziumhaltig waren. Das neue Bürogebäude „Silizium“ an der Oberkasseler Hansaallee spielt mit beiden Bedeutungen: Mit seiner transparenten Fassade aus Glas und hellem Aluminium wirkt es im Straßenraum selbst wie ein geschliffener Kieselstein. Sein aus drei Bauteilen gefügtes Ensemble steht zugleich aber auch für kommunikatives Arbeiten und unbehinderten Ideenfluss – kein Wunder, dass der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei das Gebäude mit über 21.237 m2 Bruttogrundfläche für seine 900 Mitarbeiter als neue Europazentrale nutzt.

Die Düsseldorfer AJF Architekten haben den Entwurf von HPP überarbeitet und den Gebäudekomplex in allen seinen Details ausgeführt. Im Auftrag der bema-Gruppe und der ABG-Gruppe wurde in drei Bauabschnitten ein Gebäude geschaffen, das die höchsten Standards beim Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllt. Das „Silizium“ entspricht in Konzeption und Konstruktion den Green Building-Prinzipien – es hat dafür ein Bronze-Zertifikat von der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) erhalten. Das Gebäude wurde ressourcenschonend und effizient geplant, der Energie- und Wasserverbrauch sowie der Einsatz von Baumaterialien auf ein notwendiges Minimum reduziert. Auch in der Nutzung besticht der Bau durch Effizienz und Sparsamkeit: Verbrauchte Energien werden dem Gebäude wieder zugeführt. So konnte etwa eine Wärmerückgewinnung aus der Büroabluft integriert werden. Dieses nachhaltige Gebäudekonzept schafft ein Haus mit minimalem Energie- und Ressourcenverbrauch, was sich wiederum in deutlich reduzierten Betriebskosten niederschlägt. Aber auch das Arbeitsklima im Gebäude profitiert davon: So sorgt etwa die Kombination von Lüftung und Bauteilaktivierung für einen hohen klimatischen Komfort in den Räumen, was wiederum der Gesundheit und dem Wohlgefühl der im Gebäude täglich arbeitenden Menschen zugute kommt.

Von außen ist das „Silizium“ durch Aluminiumblech geprägt, das mit Glas korrespondiert und das Gebäude hell und leicht erscheinen lässt. An den Kanten werden die Bauten durch in einem Stück gefertigte, gekrümmte Glaselemente besonders artikuliert. In den Eckbüros schafft dies zugleich herausragende Panoramaausblicke. Aber auch in den anderen Bereichen des Gebäudes ist ein hoher Arbeitskomfort gewährleistet: Bodentiefe, manuell zu öffnende Fenster mit außenliegendem Sonnenschutz sind im Achsraster von 1,35 m bemessen worden und ermöglichen einen optimalen Tageslichteinfall. Zudem lassen sich in dem Gebäudekomplex alle denkbaren Bürogrundrisse von der Großraumlösung bis zum Zellenbüro mit variablen Raumtiefen zwischen 4,50 bis 6,20 m flexibel realisieren. Die Konferenz- und Sitzungsräume befinden sich dabei jeweils an den Verbindungsscharnieren zwischen den drei übergeordneten Bauteilen. Aber auch die Life-Work-Balance kommt im „Silizium“ nicht zu kurz: Den ruhig gelegenen, begrünten Innenhöfen zugewandt, laden Dachterassen zu entspannenden Pausen und angenehmen Begegnungen nach Feierabend ein.

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Architekten: Anin · Jeromin · Fitilidis & Partner www.ajf.de bema.® DEVELOPMENT... mehr

Architekten:

Anin · Jeromin · Fitilidis & Partner
www.ajf.de bema.® DEVELOPMENT
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Fotos:

Holger Knauf
www.holgerknauf.de