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Die Kunst der Verknüpfung

Wie eine neue Villa mit einem alten Garten organisch verwächst

Der Reiz guter Architektur entsteht nicht allein aus dem Gebauten, sondern immer auch aus der... mehr

Der Reiz guter Architektur entsteht nicht allein aus dem Gebauten, sondern immer auch aus der Beziehung, die das Gebaute zu seinem Ort unterhält. Bei dem Haus, das das Düsseldorfer Architekturbüro Geiselhart & Musch in einem gewachsenen Villenviertel plante, sollte dieser Ort ein besonderes Gewicht bekommen: Das 1.200 m² große Grundstück wurde von einem weitläufigen Garten besetzt, mit einer alten, eingesessenen Blutbuche als Gravitätszentrum. Die Architekten planten für das Bauherrenpaar und seine zwei Kinder ein klassisches Einfamilienhaus auf einem etwas über 200 m² großen Baufenster: Die Wohnräume sollten auf einer Höhe mit dem Garten im EG liegen, Schlafräume wurden im OG, der Wellnessbereich im UG angeordnet. Was fehlte, war der Platz für einen Gästebereich. Außerdem – und das war das größere Problem – war die Errichtung des vorgesehenen Neubaus im Schutz der Blutbuche kaum möglich. Nicht nur bei der Baustelleneinrichtung hätte es große Probleme gegeben; selbst für das Ausheben der Baugrube war nicht ausreichend Platz vorhanden.

Bauen sollte kein Glücksspiel sein – aber ein bisschen Fortüne gehört wohl auch dazu: Nach langen Verhandlungen konnte das Bauherrenpaar ein brach liegendes, 600 m² großes Nachbargrundstück erwerben. Den Entwurf stellte dies auf eine völlig neue Basis: Nicht nur die Baustelle ließ sich so problemlos einrichten, auch ein Gästeappartement sowie zwei zusätzliche Garagen konnten in dem zweiten, insgesamt 100 m² großen Baufenster untergebracht und zu einem eigenständigen Gebäude gefügt werden. Eine 15 m lange, überdachte Terrasse liegt leicht angehoben über dem Niveau des Gartens. Als verbindendes Element verknüpft sie die beiden Teile der Anlage miteinander – eine naheliegende, baurechtlich letztlich aber nur äußerst schwierig zu realisierende Verbindung. Erst im dritten Bauantrag erteilte die Bauaufsicht, nach vielen Absprachen mit den Nachbarn, den Architekten eine Sondergenehmigung. Die Bodenfläche der Terrasse wurde als eine leichte, offene Stahl-Holzkonstruktion ausgeführt, die auch von der Vorderseite des Grundstückes Durchblicke zwischen den Einzelgebäuden und Ausblicke in den Garten ermöglicht.

Neben der Terrasse verzahnt ein Patio-Innenhof auf der Ebene des UGs die beiden Gebäude eng miteinander. Das bringt einerseits den Vorzug mit sich, dass der Wellnessbereich so durch bodentiefe Schiebetüren natürlich belichtet werden kann. Andererseits steht der Innenhof, der genauso wie die Gartenanlage vom Düsseldorfer Landschaftsarchitekturbüro WKM gestaltet wurde, den Bewohnern als geschützter, von außen nicht einsehbarer Ruhegarten mit Whirlpool und Sonnenliegen zur Verfügung.

Die Architekten gaben nicht nur der Bauart, mit den weißen Putz-, teilweise auch grauen Backsteinfassaden und ihren mit Nußbaum-Holzfassadenplatten verkleideten Akzenten – etwa an Sonnendach, Fensteröffnungen, Garagentüren etc. – eine plastische Anmutung. Sie haben auch die gesamte Innenausstattung entworfen und geplant – angefangen bei der Einrichtung der Badezimmer, der großzügigen Wohnküche, dem Wellnessbereich bis hin zu Details wie den Fensterdekorationen. Auch alle Schrankeinbauten wurden von den Architekten gestaltet: Die Treppe, die vom UG zum Wohnbereich hinaufführt, wird von einer Wand hinterfangen, die zugleich im unteren Bereich mit einem Einbauschrank ausgestattet wurde. Zentral im Raum platziert, lenkt sie den Blick zugleich in die Tiefe des Wellnessbereichs und auf den Whirlpool im Innenhof. Im Zusammenspiel mit dem Garten, der seine alte Substanz weitestgehend bewahrt hat, ist ein Gesamtkunstwerk entstanden, das große Stimmigkeit besitzt.

www.geiselhart-musch.de

Architekten: Geiselhart & Musch www.geiselhart-musch.de Fotos: Jens Kirchner... mehr

Architekten:

Geiselhart & Musch
www.geiselhart-musch.de

Fotos:

Jens Kirchner
www.jens-kirchner.com

Garten-und Landschaftsbau:

Werner Witte
www.garten-witte.de

Natursteinarbeiten:

Willi Zimmermann & Wilfried Vandenberg

Verblendsteine:

Peter Köhler
www.koehler-keraflies.de

Naturstein-& Parkettarbeiten:

PlanBau 66
www.planbau66.de

Dach:

Udo Schmitz

Holz:

Holz Hahn
www.holzhahn.de

Torsysteme:

Inovator Schnellauftore
www.inovator.de

Sicherheitssysteme:

DWS Pohl

Tischlerei:

Tischlerei F-J Bronneberg

Kamin:

K. Breidenbach Kachelofen- und
Kaminbau
www.k-breidenbach.de

Bodengestaltung:

Atelier Werner Heuser

Elektro:

Elektro Tiefers
www.elektro-tiefers.de
Plein Elektro-Großhandel
www.plein-elektro.de

Malerarbeiten & Wärmedämm-Verbundsystem:

Malerbetrieb Wenkemann
www.wenkemann-gmbh.de

Schreinerarbeiten im Innen­bereich:

Schreinerei Werk 30HG
www.werk3ohg.com

Fliesenarbeiten:

Fliesenfirma Piepenstock
www.fliesen-piepenstock.de

Dekorationen:

Klockhaus Dekorationen & Wohnideen
www.klockhaus-dekorationen.de

Sauna:

Klafs
www.deklafs.de

Glas:

Franz Hirnstein
www.glas-hirnstein.de

Fenster:

MFA Fenster
www.mfa-fenster.de