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Das Satteldach bleibt

Ein Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren wird behutsam erweitert

Wie oft wünschen sich Eigentümer und Mieter, ihr Haus oder ihre Wohnung einfach erweitern zu... mehr

Wie oft wünschen sich Eigentümer und Mieter, ihr Haus oder ihre Wohnung einfach erweitern zu können. Sei es, weil die Lebenssituation sich geändert hat, das Anliegen groß ist, neue Wohnformen auszuprobieren oder die Vorzüge einer landschaftlichen Umgebung auch im Innenraum genutzt und erlebt werden möchten. Die Liste ließe sich fortsetzen. Die Realität sieht überwiegend so aus: Die einen schrauben ihre Wünsche zurück, die anderen gewöhnen sich an den Gedanken eines Umzugs. Denn meist ist aufgrund der Lage, der Gesetze und Verordnungen oder der heiklen Umsetzbarkeit eine Erweiterung nicht möglich.

Wenn es dann aber doch möglich ist, freuen sich Bauherr und Architekt, und die Nachbarschaft schaut gespannt auf die Veränderung. So auch bei diesem Satteldachhaus, das um einen rund drei Meter vorgesetzten Wintergarten erweitert wurde. Vor dem baulichen Eingriff ließen die tiefen Terrassen im Erdgeschoss und die darüber liegenden Balkone im 1. Obergeschoss, die ins Haus hineingeschnitten wurden, wenig Tageslicht in die angrenzenden, schmal dimensionierten Wohn- und Essräume. Genau das wollten die Bauherren aber: Viel Tageslicht, eine Verbindung der Lebensräume zum Garten und einen großen Familienbereich. Gemeinsam mit den Architekten Peter Jansen (Düsseldorf) in Zusammenarbeit mit Wolfgang Rettberg (Köln) haben sie ihre Wünsche und Ideen umgesetzt. Der zweigeschossige Wintergarten erstreckt sich über die gesamte Gebäudebreite, wird damit Teil des Gebäudes und setzt sich auch in der Form des Gebäudes fort. „Anbau und Bestand sollten eine Einheit werden“, bringt es Peter Jansen auf den Punkt. Und ergänzt zu Recht: „Darüberhinaus verschmilzt der Wintergarten mit dem großzügigen Garten.“ Großformatige Schiebetüren an der Längs- und den beiden Schmalseiten sind flexibel nutzbar und ermöglichen verschiedene, bis zu acht Meter breite Öffnungen zum Garten. Der hohe Baumbestand bietet ausreichend Schutz vor des Nachbars Einblick und spendet zugleich Schatten in den Sommermonaten. Kein Wunder, dass das Erdgeschoss zum beliebten Treffpunkt geworden ist, wo die Familie lebt, isst, feiert und es sich gut gehen lässt. Die ehemals außenliegenden Balkone im 1. Obergeschoss sind zu innenliegenden Emporen geworden und unterstreichen das großzügige Erscheinungsbild des Erdgeschosses. Auch der ehemalige Außenkamin ließ sich integrieren und kann nun sowohl vom Essbereich als auch vom Wohnzimmer aus genutzt werden.

Die Bauherren haben sich nach viel Tageslicht und Offenheit gesehnt. Demnach haben sie sich aus optischen Gründen bewusst gegen einen Sonnenschutz entschieden. Das Raumklima scheint trotz der großen Glasflächen behaglich zu sein. Möglich macht das zum einen der hohe Baumbestand, der die Überhitzung im Sommer zurückhält, zum anderen die Ent- und Querlüftung.

www.jpc-consult.de
www.architekt-rettberg.de

Architekten: Jansen Project Consulting www.jpc-consult.de Wolfgang Rettberg... mehr

Architekten:

Jansen Project Consulting
www.jpc-consult.de
Wolfgang Rettberg
www.architekt-rettberg.de

Generalunternehmer:

Friedrich Jacobs AusUmbau
www.ausumbau.de

Wintergarten / Stahlbau:

Felten Metallbau
www.felten-metallbau.de

Dachdecker:

Riemel Bedachungen
www.riemel.de

Ausbau:

Steinrücke FSB
www.steinruecke.net

Fotos:

Achim Bednorz
www.bednorz-images.de