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Auf Zeilenbau folgt Zeilenbau

Statt heterogener Neubebauung wird auf Bewährtes gesetzt

Im Stadtteil Gerresheim wurden im Frühjahr neue Wohnungsbauten fertiggestellt. Zuvor wurde der... mehr

Im Stadtteil Gerresheim wurden im Frühjahr neue Wohnungsbauten fertiggestellt. Zuvor wurde der Bestand – fünf Zeilenbauten aus den 1930er- und 1950er-Jahren – abgerissen, da deren Bausubstanz nicht für eine Sanierung geeignet war. Als städtebauliches Konzept schlug das Düsseldorfer Büro rheinschiene . architekten abermals Zeilenbauten vor – die richtige Entscheidung, wie das Ergebnis zeigt. Dafür muss man wissen, dass die Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost eG (WOGEDO) nach der Devise „zeitgemäße Grundrisse, günstige Mieten und hoher Ausstattungsstandard“ in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Düsseldorf zuvor ein Gutachterverfahren durchgeführt hatte, um die bestmögliche städtebaulich-architektonische „Bestandsersatzkonzeption“ zu entwickeln. Statt oft sehr teurer Neubauwohnungen sollte bewusst eine Alternative angeboten werden: In sechs Doppelhäusern werden heute 80 Wohnungen, vom Ein-Zimmer-Appartement bis zur Vier-Zimmer-Wohnung, sowie zwei Demenzwohngruppen und Wohnungen für Angehörige angeboten. Alle Wohnungen sind barrierefrei, zum Teil auch rollstuhlgerecht ausgeführt.

„Unser städtebauliches Konzept sah eine Neuinterpretation des klassischen Zeilentypus vor: Jeweils zwei Zeilen bilden mit von einer Mauer umschlossenen Hof eine Insel innerhalb der naturnahen Grünfläche des Grundstücks. Damit haben wir den städtebaulichen Charakter und die Maßstäblichkeit im Hinblick auf die angrenzende Bebauung erhalten“, so Architekt Jan Sternel. Von Beginn an war auch der Landschaftsarchitekt Georg Verhas in den Entwurfsprozess eingebunden mit dem Ziel, für die Bewohner eine Umgebung im Freien zu schaffen, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch genutzt wird. So sind die drei Wohninseln sowohl Treffpunkte mit einer geschützten Spielfläche für Kinder als auch „Sinnesgärten“ für die Demenzerkrankten. Neben der fußläufigen Erschließung der Wohnhäuser auf Straßenniveau befindet sich ferner unter jeder Wohninsel eine Tiefgarage, die durch einen seitlich gelegenen Erschließungstunnel angebunden wird. Die Architekten haben jeder Zeile eine eigene Farbgestaltung im Treppenhaus sowie im dazugehörigen Tiefgaragenbereich gegeben und den Bewohnern damit eine unverwechselbare Adressbildung geschaffen. 

Durch die typische Bauform der Zeilenbauten mit ihren schmalen Giebelfronten quer zur vielbefahrenen Straße profitieren alle Bewohner gleichermaßen von der Aussicht in die Höfe und darüberhinaus von der optimalen Ausrichtung. „Richtung Süden haben wir die Loggien mit vorgesetzten rahmenlosen Verglasungen als Falt-Schiebe-Anlagen ausgestattet, um somit den Schallschutz zu verbessern und eine klimatische Pufferzone zu generieren“, erläutert Jan Sternel. „Die Edelkratzputzfassade unterstreicht die ruhige und reduzierte Formensprache der Häuser und gewährt zugleich auf ökologisch sinnvolle Weise die Langlebigkeit der Fassade“, so der Architekt abschließend. Fazit: Ein schlüssiges und klares Gesamtkonzept, das den Zeilenbau in moderner Formensprache wieder aufleben lässt.

www.wogedo.de
www.rheinschiene-architekten.de

Architekten: rheinschiene . architekten www.rheinschiene-architekten.de... mehr

Architekten:

rheinschiene . architekten
www.rheinschiene-architekten.de

Landschaftsarchitekten:

Büro Verhas
www.verhas.de

Dachdecker:

KMS Objektdächer
www.kms-objektdaecher.de

Fenster:

Kochs
www.kochs.de

Loggiaverglasung:

Glas Rölle
www.glas-roelle.de

Elektroinstallation:

Elektro van Thiel
www.elektro-van-thiel.de
KEK Elektrotechnik
www.kek-elektro.de

Sanitär/Heizung/Lüftung:

Josef Rehms
www.rehms-gmbh.de

Maler:

K.S. Maler & Lackierer
www.ksmalerei.de

Fliesen:

Kaiser Fliesenverlegebetrieb
www.kaiserfliesen.de

Schlosser:

H&T Treppen- und Metallbau
www.ht-treppen.de

Garten- und Landschaftsbau:

Jakob Leonhards Söhne     
www.leonhards.de

Fotos:

Max Hampel