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Altes Haus, neue Identität

Elternhaus aus den 1950er-Jahren erhält modernes Gesicht

„Die Schuster tragen meist die schlechtesten Schuhe.“ – Ein Sprichwort, dessen Wahrheitsgehalt... mehr

„Die Schuster tragen meist die schlechtesten Schuhe.“ – Ein Sprichwort, dessen Wahrheitsgehalt auch der Architekt Josef Viethen am eigenen Leib erfahren konnte, als er vor einigen Jahren den Umbau seines Elternhauses plante. „Natürlich stehen auch in unserem Büro die Projekte unserer Auftraggeber im Vordergrund, sodass man sich um die eigenen Dinge als letztes kümmert“, so Viethen, der die Realisierung des Umbaus aus diesem Grund in die Hände seiner Bau- und Projektleiter gab und sich voll und ganz auf seine Rolle des Bauherrn besann. Nachdem dieser Schritt getan war, nahm die Realisierung Fahrt auf und aus dem 1953/54 erbauten, klassischen Haus seiner Eltern wurde innerhalb von zehn Monaten ein modernes, aber trotzdem zeitloses Gebäude mit einer völlig neuen Identität. Dabei stand nicht nur eine optische Modernisierung auf der Todo-Liste, sondern natürlich auch eine komplette energetische Sanierung. So erhielten Wände und das Dach eine neue Außendämmung, neue bodentiefe Holzfenster wurden eingesetzt, eine neue Heizung mit Vorrüstung für Solarthermie wurde eingebaut und eine großzügige Halogen-Beleuchtung installiert. Durch den Entfall von Gauben zeigt sich das Gebäude heute in einer gradlinigen modernen Architektur. Hinzu kommen neue Proportionen, die unter anderem auch durch wiederkehrende Fenstergrößen und -aufteilungen erreicht wurden, sowie Sichtorientierungen durch Zwerchhäuser und das angrenzende Büro, dessen Nutzfläche verdoppelt, komplett saniert und vergrößert wurde. Um dies zu erreichen, musste der große Garten in seiner Fläche stark reduziert und umstrukturiert werden.

Weiße Wände und Decken herrschen im gesamten Haus vor, sodass die Einrichtung, die großformatigen Bilder und die Menschen in den Vordergrund treten können. Auch die Reduktion auf wenige, wertige und zurückhaltende Materialien trägt dazu bei. In Punkto Bodenbelag entschied sich der Bauherr für natürliches Holzparkett in der Holzart Kirsche sowie Natursteinbelag. Lösungen, die pflegeleicht und zeitlos sind. Sämtliche Einbauten wie der offene Kamin, die Möbel, die Garderobe, die Küche und die Sauna wurden vom Bauherren selbst entworfen und die Materialien mit seiner Frau besprochen und ausgesucht, wobei viel Wert auf Detailarbeit und materialgerechte Lösungen gelegt wurde. „Beim Anfertigen des Entwurfs waren die stark funktionale und optische Verbindung mit dem Garten und den Außen(sitz)flächen sowie die Schaffung von gemütlichen, wohl proportionierten Raumstrukturen meine Leitideen. Natürliches Sonnenlicht ist unser preiswertester Baustoff“, so Viethen. Dank der ruhigen, zeitlosen Außengestaltung konnte eine optimale Verknüpfung von Wohnräumen und Außenflächen geschaffen werden.

www.viethen-architekten.de

Fotos:

Renate Resch
Eckart Zimmermann
Josef Viethen

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