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Altbau minimalistisch

Mit Respekt für die historische Bausubstanz wird aus einem alten Waschhaus eine Wohnoase

Es gab Zeiten, da ging es zwischen Monheim und Baumberg noch ziemlich dreckig zur Sache: Die... mehr

Es gab Zeiten, da ging es zwischen Monheim und Baumberg noch ziemlich dreckig zur Sache: Die Shell-Raffinerie – vor dem Weltkrieg bekannt als die Rhenania Mineralölwerke – produzierte hier Schmieröle und Bitumen. Die Industrie ist seit der Werksschließung 1987 längst abgeräumt – geblieben ist aber die dazugehörige Werkssiedlung in der Heinrich-Späth-Straße. Zu ihr gehört auch das Gebäudeensemble des ehemaligen Wasch- und Badehauses, das der Düsseldorfer Innenarchitekt Bernd Schüller und sein Büro schüller-konzept saniert und umgebaut haben. Respekt und Sensibilität gegenüber der historischen Bausubstanz von 1916 waren dabei Leitgedanke bei der Transformation des Bauensembles.

Ursprünglich war das zweigeschossige Vorderhaus der Verwaltung des Waschhauses vorbehalten. Über kleine Wandelgänge und eine überdachte Brücke konnte man es von der Nachbarschaft aus zu zwei Seiten erreichen. Dort gab es dann eine kleine Umkleide, in der man sich umziehen konnte. Anschließend ging es direkt in die 72 m² große Badehalle, die allein aufgrund ihrer lichten Höhe von über 6 m einen durchaus repräsentativen Charakter hatte. Die Grundsanierung umfasste die Wiederherstellung der gesamten Gebäudeinfrastruktur und den Entwurf für mehrere Wohnnutzungsmöglichkeiten im Laufe einer halbjährigen Planungsphase. Die Öffnung und Zusammenlegung von Räumen sowie die Freilegung von zwischenzeitlich zugemauerten Fensteröffnungen ermöglichte die Umsetzung eines offenen, lichtdurchfluteten Wohnkonzeptes. Sowohl zur Straße wie auch zum Hinterhof konnte auf diese Weise die originale Fassadenaufteilung aus dem Jahre 1916 rekonstruiert werden. Selbst für Nebenräume fanden sich dabei passende Umnutzungen: So wird der Brückengang, der das Waschhaus ursprünglich mit einem benachbarten Kasino verband, heute als Ankleide genutzt. Die einstige Badehalle wartet indes noch auf ihre letzte Bestimmung – viele Nutzungen wären dafür denkbar.

Mit der Adaption der vorhandenen Materialien in Textur und Farbe wurde dem historisierenden Gebäude weitgehend entsprochen: Bodendielen aus Eiche und weiß verputzte Wände bestimmen minimalistisch das Ambiente. Besonderes Augenmerk erfuhren die Bäder – auch um an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes zu erinnern. Mit umfangreichen Innendämmmaßnahmen und dem Einbau einer Fußbodenheizung wurde den aktuellen Anforderungen zur Energieeffizienz gerecht. Das garantiert auch den Bewohnern des historischen Gemäuers behagliche Wohlfühlatmosphäre.

www.schueller-konzept.de

Innenarchitekten: schüller. innenarchitektur www.schueller-konzept.de Zimmerei:... mehr

Innenarchitekten:

schüller. innenarchitektur
www.schueller-konzept.de

Zimmerei:

Zimmerei A & S Holzbau
www.zimmerei-as.de

Dachdecker:

Gebrüder Jansen
www.jansen-dachdecker.de

Kamin:

Kaminbau Engel
www.kaminbau-engel.de

Fenster und Außentüren:

Schreinerei W. Tenckhoff
www.tenckhoff-kg.de

Elektro:

Elektrotechnik Sauder
www.elektrotechnik-sauder.de

Böden und Innentüren:

Holzmarkt Goebel
www.holzgoebel.de

Fußböden:

Heike Hunnenberg
www.hunnenberg.de

Fotos:

Ogando Fotodesign, Köln
www.ogando.de