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Alt und neu im Spiegel

Ein historisches Wohnhaus wurde zum modernen Einfamilienhaus umgebaut

Mit seiner charakteristischen neoklassizistischen Giebelfassade und den idyllischen Rosenranken... mehr

Mit seiner charakteristischen neoklassizistischen Giebelfassade und den idyllischen Rosenranken ist das sogenannte Gärtnerhaus am Krefelder Stadtwald stadtbildprägend. Der 1921 als Teil einer großzügigen Fabrikantenvilla erbaute Backsteinbau war im Laufe der Nachkriegszeit allerdings ziemlich verbaut worden. Das Krefelder Büro 28° Architektur wurde beauftragt, die Aufteilung in ein Mehrfamilienhaus rückgängig zu machen. Dem erhaltenen Bestand sollte dabei auf der Gartenseite eine moderne Erweiterung angegliedert werden, die offene Grundrisse und eine durchgehende Lichtgestaltung erlaubt. Der Bauherr wollte die, wenn auch nicht denkmalgeschützte, so doch durchaus erhaltenswerte Bausubstanz „mit moderner Architektur und Technik in die Zukunft führen.“

Wie so oft bei Sanierungen entpuppte sich die Bausubstanz des Altbaus zwar als solide, aber es zeigten sich doch einige unerwartete „Überraschungen“ nach der Entkernung: Um die geplanten Grundrissveränderungen zu realisieren – insbesondere sollte das vormalig kleine, gedrungene Treppenhaus großzügig neben die freie zentrale Flurachse verschoben werden – wurden unterschiedlichste Mauer- und Wandkonstruktionen, Stützen und Abfangungen notwendig. Aber auch die Gestaltung eines durchgehenden Überganges zwischen Alt- und Neubau und die teils anspruchsvollen Details des über zwei Etagen geführten Glasanbaus stellten besondere Herausforderungen des Projektes dar.

Insbesondere das Erdgeschoss besticht durch seinen offenen, lichtdurchfluteten Grundriss, auf den eine durchgängig moderne Innengestaltung antwortet. Die zentrale Flurachse erlaubt dabei bereits vom Entree aus einen durchgehenden Ausblick in den Garten. Zugleich trennt sie effektiv zwischen öffentlichen und privaten Räumen. Die Wände der Erschließungsachse wurden dabei in Stucco Lustro-Technik ausgeführt: In den glatt polierten Wänden spiegelt sich der grüne Garten wider und wird so in den Innenraum geradezu hereingeholt. Auf den Dreiecksgiebel des Altbaus antwortet der Glasanbau, der wegen seiner Ostausrichtung vor zu viel Sonneneinstrahlung geschützt ist. Seine moderne anthrazitfarbene Stahlkonstruktion konterkariert die alte Klinkerfassade, die wiederum zum Bestandteil des Innenraumes wird. Alt und Neu, Innen und Außen verweben sich im wiederhergestellten und zugleich doch zukunftsfähig gemachten Gärtnerhaus eng zu einem Dialog.

www.28grad-architektur.de

Architekten: 28° Architektur www.28grad-architektur.de Elektro: Leurs Elektrotechnik... mehr

Architekten:

28° Architektur
www.28grad-architektur.de

Elektro:

Leurs Elektrotechnik
Telefon 02151 754872

Licht:

Licht im Raum
www.licht-im-raum.de

Heizung/Sanitär (Planung):

Ingenieurbüro Hufen
www.ib-hufen.de

Heizung/Sanitär:

Janssens
www.janssens-krefeld.de

Fotos:

Daniel Brunner