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Zeichen für mehr Qualität

Das Steigenberger Hotel am Kanzleramt ist der aktuellste Beitrag zur Quartiersentwicklung Europacity

Das Hotel Steigenberger am Kanzleramt befindet sich auf der südlichen Seite des Berliner... mehr
Das Hotel Steigenberger am Kanzleramt befindet sich auf der südlichen Seite des Berliner Hauptbahnhofes am Washingtonplatz. Verantwortlich für die Architektur ist das Büro Ortner & Ortner Baukunst aus Berlin. Der Bau ist das jüngste fertig gestellte Projekt im neuen Quartier "Europacity". Das ursprünglich als „Lehrter Stadtquartier“ bezeichnete Gebiet umfasst eine Fläche von rund 40 Hektar rund um den Hauptbahnhof und entwickelt sich derzeit rasant.

Das neue 4-Sterne-Hotel ist Teil des Bauensembles „Cityquartier“ zwischen Hauptbahnhof und Spree. Das städtebauliche Konzept sah vor, die vier kleinen Blöcke ganzheitlich zu entwickeln, um so einen neuen Stadtraum zu schaffen. Leitmotiv war dabei das Bild einer zerbrochenen Steinplatte: „An den Innenkanten gebrochen, an den Außenkanten scharf mit klaren Umrissen“, erklärt Florian Matzker, Gesellschafter bei Ortner & Ortner Baukunst.

Ursprünglich war an der Stelle ein reines Hotelquartier mit zentralem Konferenzhaus geplant. Fertiggestellt sind nun der Steigenberger Neubau sowie das ebenfalls zur Steigenberger Gruppe gehörige Intercity Hotel. Die beiden anderen geplanten Gebäude führen die verantwortlichen Entwickler nicht mehr als Hotel, sondern als Bürogebäude aus.

Die vier Blöcke verstehen sich als urbane Einheit und treten im Hinblick auf die Gestalt als Ganzes auf. Die Fassadengestaltung löst jedes Büro auf eigene Weise. Die Fassade des neuen Steigenberger Hotels entwickelt sich aus einem Wechselspiel zwischen großflächigen, außenbündigen Festverglasungen und in tiefer Leibung liegenden Fensteröffnungen. Zu den Innenseiten treten an mehreren Stellen die Baukörperebenen um bis zu zwei Meter vor oder hinter die Bauflucht. Das führt innerhalb der kurzen Straßenzüge zum Bild der gebrochenen Kanten.

Die Architekten setzen bei der Fassade auch mit dem verwendeten Material - geschliffener Sellenberger Muschelkalk - einen qualitativen Akzent. „Wir wollten Struktur haben und es sollte auch nach Stein aussehen“, sagt Florian Matzker. Der Naturstein korrespondiert mit dem Nachbargebäude, wo die Architekten ebenfalls den grauen Muschelkalk verwenden.

Die Gegend um den Hauptbahnhof gilt in Berlin immer noch als Problemzone. Das neue Steigenberger Hotel wirkt monolithisch, gleichzeitig sorgfältig auf die Umgebung abgestimmt. Das Gebäude setzt damit am Berliner Hauptbahnhof ein Zeichen für mehr Qualität.

www.ortner-ortner.com
Architekten Ortner & Ortner Baukunst www.ortner-ortner.com Fotos Stefan Müller mehr

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Stefan Müller