Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Wiederverwenden lohnt sich

Eine individuelle Dachgeschosswohnung geprägt von der Vergangenheit

„Licht, Luft, Himmel verbunden mit urbanem, industriellem Flair – gleichsam einer ‚Villa... mehr

„Licht, Luft, Himmel verbunden mit urbanem, industriellem Flair – gleichsam einer ‚Villa Industrielle‘ über Berlin“, so kündigt Architekt Petr Barth von bfp&r Büro für Planung und Raum die Dachgeschosswohnung an, die er im vergangenen August mit seinem Büropartner Taras Breker fertiggestellt hat. Keine hohlen Worte, die Architekten haben umgesetzt, was sie versprochen haben. Auf rund 170 m² Wohnfläche mit einem zusätzlichen 100 m² großen Dachgarten ist in ungewöhnlicher, erfrischender Kombination aus Alt und Neu ein ganz persönlicher Wohn- und Lebensmittelpunkt für eine dreiköpfige Familie entstanden.

Der Entwurf erforderte zunächst den Rückbau einiger Komponenten, die jedoch an anderer Stelle wiederverwendet wurden. So sind beispielswiese das Mauerwerk und zahlreiche Stahlelemente überwiegend recycelte Bauteile. Lediglich der zentrale Stahlrahmen im großen Küchen-, Ess- und Wohnraum wurde neu hergestellt; und die Decke zwischen den Sparren wurde mit weiß lasierten Fichtenholzlamellen verkleidet. „Darüberhinaus haben wir gemeinsam mit dem Bauherren gebrauchte Möbel und Materialen aufgespürt, die eine eigene Vergangenheit in sich haben“, erzählt Petr Barth und weist auf die ersteigerten Palisanderholzmöbel aus den 1960er-Jahren, die im Kücheninterieur als Versatzstücke auftauchen, und die Barocktür von 1780 aus dem Elsass, die von einem Restaurator erworben wurde, hin.

Auffallend prägend für das Erleben der Wohnung erweist sich auch der Höhenversprung von etwa 60 cm innerhalb der Bestandsdecke. Funktional spiegelt dieser die Trennung von Wohn- und Schlafbereichen wider; gestalterisch lösten die Architekten den Vorsprung mit Einbaumöbeln nach Maß und intergierten Treppenstufen, der sich am Ende des großen Raums aufzulösen scheint: In den Kamin – von den Architekten vor Ort mit dem Ofenbauer entwickelt und gebaut – der zudem in Verbindung mit einem wiederverwendeten Treppenlauf einen skulpturalen Gegenpol zur geradlinigen Küche am Anfang des Raums bildet.

www.bfp-r.de

Innenarchitekten: bfp&r Büro für Planung und Raum www.bfp-r.de Fotos: Ringo Paulusch mehr

Innenarchitekten:

bfp&r Büro für Planung und Raum
www.bfp-r.de

Fotos:

Ringo Paulusch