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Umgekehrt gestapelt

Die Grundschule am Nordhafen – ein Kubus mit geschichteten Funktionen

Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive wurden seit 2015 umfassende Maßnahmen zur Sanierung... mehr

Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive wurden seit 2015 umfassende Maßnahmen zur Sanierung alter Schulgebäude und zum Bau neuer Schulen eingeleitet. Einen weiteren Beitrag zur Verringerung des Schulnotstandes leistete das Büro NAK (Numrich Albrecht Klump) mit seinem Schulbau am Nordhafen. NAK hat bereits mehr als ein Dutzend Schulen in Berlin und an anderen Orten realisiert. Bei diesem Neubau handelt es sich um eine Grundschule in Mitte. Die Architekten hatten 2017 beim Realisierungswettbewerb „Schule an der Europacity“ den 1. Preis gewonnen. Der Neubau des sechsgeschossigen Solitärs wurde im Herbst 2022 fertiggestellt. Er steht in der historischen Bauflucht der Chaussestraße / Ecke Boyenstraße. Vom namensbildenden Nordhafen ist heute kaum etwas geblieben. Der innerstädtische Nordhafen lag am Schnittpunkt der Stadtteile Mitte, Moabit und Wedding. Durch seine Lage nahe der Sektorengrenze wurde der Betrieb 1952 in Ostberlin und bald darauf auch im Westteil der Stadt eingestellt. Das augenfällige Alleinstellungsmerkmal dieses Schulbaus ist die Stapelung der Funktionen. Um flächensparend vorzugehen, wurde die Turnhalle auf die Klassengeschosse gesetzt, sodass die fünfte und sechste Etage dem Sport gewidmet sind. Auf dem Gelände bleibt so mehr Platz für den Schulhof und Aktivitäten im Freien. Von den übrigen vier Stockwerken haben jeweils zwei ein einheitliches Fassadenbild, unterscheiden sich aber grundlegend voneinander. Während das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss durch breite, rechtwinklige Fensteröffnungen auffallen, sind die dritte und vierte Etage mit farbigen, vertikalen Aluminiumlamellen hervorgehoben. Die beiden aufgesetzten Sportgeschosse wiederum sind nach aussen lediglich durch ein Fensterband mit kleinen Öffnungen gekennzeichnet. Im Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss sind die Mensa und die Fachunterrichtsräume sowie Schulverwaltung und Lehrerzimmer untergebracht. Eine mittig angeordnete Treppe in freundlichem Gelb verbindet die zwei weiteren Geschosse, die dem Unterricht dienen. Kunst am Bau in Gestalt einer gläsernen Wand- und Rauminstallation steuerte der Künstler Jorn Ebner bei. Die Klassenzimmer sind als Cluster um sogenannte Foren angeordnet, was dem gegenwärtigen Standard der Schulpädagogik entspricht. Die Dreifach-Sporthalle sowie die Umkleide- und Nebenräume können zusätzlich durch eine separate Treppe erreicht werden, um sportliche Aktivitäten auch an schulfreien Tagen zu ermöglichen. Die vierzügige „Schule am Nordhafen“ bietet Platz für 575 Schüler:innen.

www.nak-architekten.de
 

Fotos:

Adel Bikulo
www.fzwanzig.com

(Erschienen in CUBE Berlin 03|23)

 

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