Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Relaxen in Fontanes Heimat

Neuruppin verbindet Wellness mit einem malerischen Stadtbild und viel Natur

Die Morgensonne lacht über Neuruppin und wohin man schaut, dampft es: Der herbstliche Ruppiner... mehr
Die Morgensonne lacht über Neuruppin und wohin man schaut, dampft es: Der herbstliche Ruppiner See draußen vor dem Fenster, der blanke silberne Samowar im Frühstückssaal des Resorts Mark Brandenburg und auch vom Außenbecken der Therme nebenan mit seinem 35 Grad warmen Solewasser steigen Dampfschwaden auf und kräuseln sich sanft in die kühle Morgenluft über der Prignitz-Stadt.

Noch immer ist Neuruppin als Ausflugsziel für Berliner fast ein Geheimtipp – was schwer zu verstehen ist, denn in der 30.000-Einwohner-Stadt liegen urbane Sehenswürdigkeiten und eine malerische Wald- und Seenlandschaft nur ein paar Schritte auseinander. Die Geburtsstadt von Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel ist über die Autobahn nach Hamburg vom Berliner Zentrum in kaum einer Stunde erreichbar.

Dem Architekturinteressierten zeigt sich die einstige Garnisonsstadt als Musterbeispiel des frühklassizistischen Städtebaus: Als im Jahre 1787 fast die gesamte Stadt einem Brand zum Opfer fiel, beschloss man, sie mit durchweg traufständigen, steinernen Häusern in geordneter Stadtplanung wieder aufzubauen – und so ist Neuruppin bis heute erhalten. Das rechtwinklige Gleichmaß des von zweigeschossigen Häusern gesäumten Straßenrasters ist ein ästhetisches Vergnügen und wird von zwei großen, quadratischen Plätzen belebt. Ihren größten Reiz offenbart die Stadt jedoch am Seeufer, das die Verwaltung nach der Wende beherzt aus seinem Dornröschenschlaf befreite.

An der Stelle alter Industrieanlagen entstand das Resort Mark Brandenburg mit einem 4-Sterne-Hotel und der Fontane Therme, deren Thermalwasser im Mai 2011 der Heilwasserstatus zuerkannt wurde. Die vom Berlin Büro GAP Architekten entworfene, 2007 fertig gestellte Therme ist heute der wichtigste Besuchermagnet Neuruppins und weit und breit sicher eine der gelungensten Thermenbauten – schnörkellos und dabei souverän in der Inszenierung der Räume und ihrer Beziehung zur Landschaft des Ruppiner Sees. Mehrere Außenbecken, gespeist mit Solewasser aus 1.700 m Tiefe, laden ein, ins Freie zu schwimmen.

Besondere Attraktion dieser bis ins kleinste Detail durchdachten Wellnesslandschaft mit insgesamt acht Saunen und Dampfbädern: Die mit 70 m² größte der Saunen platzierten die Architekten auf einer künstlichen Insel im See. Der hölzerne Kubus, in dem zum Aufguss mühelos 40 Sauna-freunde Platz finden, ist über eine hölzerne Brücke vom Haupthaus zu erreichen. Das Tauchbad nach dem Saunagang nimmt man direkt im See. Schon Ende September eine sehr stimulierende Erfrischung, die die Haut noch Minuten später prickeln lässt.

Wer nur für einen Tag kommen möchte, kann die Therme und das Spa mit einem Tagesticket nutzen, für die Gäste des Resorts ist der Besuch der Therme im Übernachtungspreis inbegriffen. Ein gläserner Gang führt von der 1. Etage des Hotels auf direktem Weg in die Badelandschaft.

Die 121 Doppelzimmer und 9 Suiten des Hotels gehen überwiegend auf den See und verfügen alle über geräumige Balkone bzw. Terrassen. Sie sind so wohnlich eingerichtet, dass man sich keinen Moment wie in einem Hotel fühlt, sondern eher in einem neuen Zuhause, angekommen in der lange verdienten Atempause vom Alltag. Das Hotel bietet verschiedene Arrangements an und kann auch für Tagungen gebucht werden.

www.resort-mark-brandenburg.de
www.german-architects.com/de/gap-arch
Fotos resort-mark-brandenburg www.petra-stuening.de Andreas Muhs www.muhs.de mehr

Fotos

resort-mark-brandenburg
www.petra-stuening.de
Andreas Muhs
www.muhs.de