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Neubau im Altbau

Die Architektur des Lutherarchivs in Eisleben ist mehrfach ausgezeichnet

Eisleben, Geburts- und Sterbeort von Martin Luther, liegt etwas zwei Autostunden von Berlin... mehr
Eisleben, Geburts- und Sterbeort von Martin Luther, liegt etwas zwei Autostunden von Berlin entfernt im Mansfelder Land, Sachsen Anhalt. Besucher finden dort die Luthergedenkstätten, die seit 1996 zum Weltkulturerbe gehören. Rechtzeitig zum 500. Reformationstag in 2017 wurde in Eisleben nach zwei Jahren Bautätigkeit im letzen Jahr das Lutherarchiv neu eingeweiht. Das zuvor 20 Jahre lang leer stehende Gebäude wurde aufwendig zu einer Kombination aus Alt- und Neubau umgebaut. Verantwortlich für die Planung war das Architekturbüro „Atelier ST“ aus Leipzig. Die Architekten versöhnen auf intelligente Weise die besonderen Anforderungen des Bauherrn mit denen des Denkmalschutzes. Die Stiftung Luthergedenkstätten wünschte sich einen Neubau mit ausreichend Platz für Archiv- und Veranstaltungsräume. Die Denkmalpflege hingegen plädierte für den Erhalt des Bestands in unmittelbarer Nachbarschaft zu Luthers Geburtshaus und der Taufkirche.

Die Architekten erhalten nach vorne zur Straßenseite den Altbau und ergänzen diesen auf der Gartenseite mit einem Neubau in Stahlbeton. Mit seinem tiefgezogenen Satteldach findet der Entwurf einen Bezug zu den für das Stadtbild typischen Steildächern. Das Gebäude ist mehrfach ausgezeichnet und gilt als eines der herausragenden Beispiele für neue Architektur aus Deutschland. Wer nach dessen Besuch noch die Gegend erkunden möchte, dem sei das nahe gelegene Weinanbaugebiet Saale Unstrut empfohlen. Neben Weißweintrauben bauen die Winzer dort mittlerweile auch verstärkt Spätburgunder an. Die Weine sind nachhaltiger Beleg für das deutsche Rotweinwunder.

www.martinluther.de