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Minimaler Eingriff

Büroräume in Mitte übersetzen die Corporate Identity des Unternehmens in die Innenarchitektur

Bei der Gestaltung der Unternehmenszentrale des Immobiliendienstleisters Valteq durch das Büro... mehr

Bei der Gestaltung der Unternehmenszentrale des Immobiliendienstleisters Valteq durch das Büro box Planungsgesellschaft aus Berlin, ging es zunächst darum, die bestehende Raumsituation neu zu strukturieren. Die angemietete Büroetage bestand aus verschiedenen Durchgangsräumen, in denen Funktionen wie Empfang und Loungezone untergebracht werden sollten. Daran anschließend folgt eine herkömmliche Zellenstruktur mit Büroräumen.

Um den Räumen eine neue Struktur zu verleihen und sie in Beziehung zu setzen, verwenden die Architekten das Unternehmenssymbol – ein sich winkelig windendes blaues Band. Der Eingangstresen, gefertigt aus Corian, nimmt die Form des blauen Bandes auf. „Die Tresen und der Raumtrenner waren für uns das geometrisch komplizierteste, was wir je im Bereich Möbelbau gemacht haben“, berichtet der verantwortliche Architekt Daniel Buchheit. Vor allem die Winkel stellte die beauftragte sächsiche Manufaktur Flömö vor eine große Herausforderung. Mit Hilfe von CNC-Technik gelang es den Handwerkern, die komplizierten Verbindungen maßgerecht zu fräsen. Die im Tresen aufgenommene Form führen die Architekten fort und verwandeln sie in eine Bodenmarkierung, die aus dem Eingangsbereich heraus in die anderen Räume läuft.

Gefertigt ist das Bodenband aus einem Kautschuk, wie er zum Beispiel in Krankenhäusern als Alternative zum Linoleum verwendet wird. „Der Kautschuk ermöglichte es uns, den richtigen Blauton zu finden, der auch der CI des Unternehmens entspricht“, erklärt Buchheit. Das blaue Band passt sich im weiteren Verlauf den Dimensionen immer wieder neu an. Es wird zum Loungetresen, der ähnlich scharfe Winkel hat wie der Empfangstresen. An anderer Stelle wird das blaue Band zum Raumtrenner mit Bücherregal. Die unterschiedlichen Bereiche werden durch die Verwendung des Unternehmenssymbol klar zoniert und in eine Beziehung zu einander gesetzt.

Der gestalterische Spielraum war bei dem Projekt nicht sehr groß. Alle Möbel und die vorhandenen Einbauten sollten wieder verwendet werden. „Das blaue Band ist ein minimaler Eingriff, der viel löst“, meint Buchheit. Die Architekten schaffen durch die Verwendung des bis dahin nur grafisch genutzten Symbols nicht nur eine komplett andere Zonierung der Räume und ein Leitsystem zur Orientierung. Sie setzen auch die Corporate Identity des Dienstleisters auf neuartige Weise dreidimensional in Szene. Das Unternehmen ist entstanden aus der Fusion von drei unterschiedlichen Gemeinschaften. Die neuen Räume sind Teil der neuen Identität und präsentieren mit dem blauen Band ein starkes verbindendes Element.

www.box-planungsgesellschaft.de

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Innenarchitekten:

box Planungsgesellschaft
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Fotos:

Thorsten Klapsch