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Gläserne Apotheke

Auch Hustensaft kann man elegant präsentieren – Interior für pharmazeutische Produkte

"Fragen Sie den Apotheker Ihres Vertrauens" heißt es gerne im Nachsatz, wenn für Medikamente... mehr

"Fragen Sie den Apotheker Ihres Vertrauens" heißt es gerne im Nachsatz, wenn für Medikamente geworben wird. Nur, wie lässt sich "Vertrauen" auf architektonischen Weg vermitteln? Vor dieser Frage standen die Architekten des Berliner Büros rundzwei bei der Gestaltung der 220 m² großen Verkaufs- und Arbeitsräume einer jungen Apothekerin im Erdgeschoss des neueröffneten Charlottenburger Bismarck-Karrées. Vertrauen, so ihre Überlegung, ergibt sich vor allem aus Offenheit und nachvollziehbaren Arbeitsabläufen. Transparenz wurde so zur Leitlinie ihres Gestaltungskonzeptes. Damit die Kunden schon von der Straße aus den kompletten Verkaufsraum einsehen können, hängten die Planer lediglich einige wenige offene Präsentationsboxen in die Schaufenster und beließen den Rest der Glasfläche frei. Auch vermeiden es die Planer, den Verkaufsraum mit den sonst üblichen Regalen zuzustellen.

Für die Produktpräsentation im Verkaufsraum wählten sie stattdessen ein durchgehendes Wandregal aus signalweiß lackierten MDF- bzw. Tischlerplatten, das sich in dynamischen Schwüngen von der Straßenseite über den Seiteneingang bis hinter den Verkaufstresen erstreckt. Die verschiedenen Produktgruppen trennten sie dabei durch zurückgesetzte, pastellfarbig lackierte Buchstützen. Diese dezente Farbigkeit verhindert eine allzu sterile Atmosphäre. Aus dem gleichen Grund kontrastierten die Planer die Regalwände und den ebenfalls weißen, aus einem langlebigen Mineralfaserwerkstoff hergestellten Verkaufstresen mit einem warm wirkenden Fußboden aus Eichenparkett. Dagegen stehen die Weißtöne der Funktionsbereiche für Hygiene und Reinlichkeit.

Die durchlässige, transparente Gestaltung beschränkt sich bei diesem Projekt jedoch nicht auf die Verkaufsfläche, sondern reicht mit großzügigen, verglasten Einschnitten in den Regalwänden bis weit in die hinteren, normalerweise nicht einsehbaren Arbeitsräume. Dies ermöglicht Ein- und Durchblicke sowohl für Kunden wie auch Mitarbeiter und führt das Tageslicht weit in die rückwärtigen Räume. Der Blick hinter die Kulissen stärkt das Vertrauen in die Arbeit des Apothekers, zudem erlaubt es die offene Gestaltung, tagsüber weitgehend auf Kunstlicht zu verzichten.

Modern und zukunftsweisend sollte die Innenarchitektur wirken – nicht nur die dynamisch geschwungene Form des Verkaufstresens und der umlaufenden Regale trägt dazu bei, sondern auch technische Details. So können die Mitarbeiter an bündig in die Tresenoberfläche eingelassenen Bildschirmdisplays Medikamente präsentieren oder Zusatzinformationen abrufen.

www.rundzwei.de

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Rundzwei
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Lotte Ostermann
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Felix Zimmermann