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Genesen in schöner Atmosphäre

Eine neue berufsgenossenschaftliche Rehaklinik in Biesdorf

In Biesdorf entstand eine neue moderne Reha­klinik, die zu der Gruppe der 13 BG Kliniken... mehr

In Biesdorf entstand eine neue moderne Reha­klinik, die zu der Gruppe der 13 BG Kliniken bundesweit gehört. Geplant und gebaut wurde sie durch das Büro Nickl und Partner aus München, das weltweit „Healing Architecture“ schafft. Von 2015 bis 2019 wurde geplant und von 2017 bis 2020 realisiert. Auf einer Gesamtfläche von rund 17.000 m² entstand dieser neue Gesundheitsbau. Baulich passt sie sich an Höhe und Kleinteiligkeit der umgebenden Bebauung an. Der riegelförmige Baukörper mit seinen 135 m Länge und 35 m Breite wurde in fünf einzelne Segmente untergliedert. Maßstäblich orientieren sie sich an den im Süden liegenden denkmalgeschützten Gebäuden der ursprünglichen Klinik. Die Spezialstationen mit insgesamt 151 Betten sind eine Klinik für integrative Rehabilitation, eine neue Institution für Beatmungsentwöhnung (Weaning), eine deutlich erweiterte neurologische (Früh-)Rehabilitation und ein vergrößerter Bereich für Sportmedizin.

Das Hervorstechende an diesem Bauwerk ist die freundliche, mit Tageslicht geflutete Atmosphäre, die den Patienten die Schwellenangst nimmt. Man gelangt durch den Haupteingang zunächst in ein großes Atrium mit Freitreppe, die das Erd- und Untergeschoss verbindet. An das Foyer schließen sich öffentlich zugängliche Räume an: das Café und die Freizeitbereiche. Der Weaning-Bereich liegt ebenfalls im Erdgeschoss. Die Frührehabilitation ist im 1. Obergeschoss. Eine weitere Besonderheit ist der Speisesaal im Dachgeschoss mit Blick über das Campusgelände bis hin zum Fernsehturm in der Ferne.

Die Grundrisse ergeben sich aus den medizinischen Anforderungen. Die komplexe stationäre Rehabilitation findet auf den beiden oberen Stockwerken statt. Die Zimmer sind durchweg Einzelzimmer mit Bad, die bis auf wenige Ausnahmen über eine Loggia oder über einen Balkon verfügen. Schon in der Entwurfsphase bemühte man sich, eine Verbesserung der Lebensqualität mit einzuplanen. Dazu gehören auch die Arbeitsplatzverbesserungen für das Personal, wo z. B. versucht wurde, möglichst kurze Wege einzuplanen und auch deren Arbeitsräume natürlich zu belichten. Die Kosten des Neubaus beliefen sich auf 70 Millionen für Bau- und Einrichtung. Finanziert wird das Vorhaben durch den Gemeinschaftsfond der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

www.nickl-partner.com

Fotos:

Werner Huthmacher
www.werner-huthmacher.de

(Erschienen in CUBE Berlin 02|22)

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