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Flußidylle aus Stahlbeton

Haus an der Dahme im Süden Berlins ist als schwebendes Band am Ufer inszeniert

Ein Wassergrundstück ist und bleibt der Traum vieler Hausbauer schlechthin. In Berlin am... mehr

Ein Wassergrundstück ist und bleibt der Traum vieler Hausbauer schlechthin. In Berlin am nordöstlichen Ufer der Dahme, gegenüber der Olympia-Regattatribüne, hatte ein Bauherr ein solches Traumgrundstück gefunden. Leider stellte sich die Eigentümersituation als ausgesprochen schwierig heraus. Der schön gelegene Grund war im Besitz zweier Eigentümergemeinschaften mit jeweils mehreren Eigentümern. Der Bauherr ließ sich von dieser schwierigen Ausgangslage nicht beirren. Er schaffte es, das Grundstück zu erwerben und beim zuständigen Bauamt eine Baugenehmigung zu erlangen.

Die Situation war allerdings immer noch kompliziert. Auf dem Grund gab es mehrere alte Bäume. Außerdem sollte der Blick aus der benachbarten Stadtvilla aufs Wasser nicht versperrt werden. Das für die Architektur des Hauses verantwortliche Büro Ambrus+Co architektur.design aus Berlin war aufgefordert, diese beiden Aspekte bei der Planung zu berücksichtigen. Eine das Grundstück beherrschende alte Eiche wollte der Bauherr unbedingt erhalten. Diese Vorgabe bestimmte maßgeblich den Entwurf.

Um die alte Eiche herum entwickelte Architekt László Ambrus die Idee eines „schwebenden Bandes“ aus Stahlbeton. Das Gebilde entsteht durch eine Betonplatte, die sich leporelloartig um die Innenräume des Hauses wickelt. Sie überdacht ebenso das Nebengebäude an der Westseite sowie den Carport. Im weiteren Verlauf bildet das Band Decke und Fußboden der Wohnräume. Der Gebäudeteil Nebenraum und Carport bleibt nur eingeschossig, damit den Nachbarn nicht der Blick aufs Wasser verstellt wird. Mit dem Carport öffnet sich das Band und inszeniert den Blick auf den Fluss wie durch einen Bilderrahmen. Die Betondecke spannt sich imponierend weit über die Einfahrt. Sie wirkt trotz ihrer Massivität leicht und schwebend.

Durch den Eichenhof gelangt man zu einem kleinen Sandstrand. Seitlich begrenzt den Hof das eigentliche Wohngebäude, welches nun zweigeschossig wird. Großzügige Glasfronten sowie grün gefärbte Paneele aus melaninharz getränkten Recyclingplatten füllen das Betonband aus.

Von jedem Wohnraum aus haben die Bewohner Blick auf den Fluss. Eine Lounge direkt am Ufer vervollständig das Bild einer Flussidylle im zeitgenössischen Stil. Das Gebäude nimmt sich in seiner Materialität und Farbgebung zurück und tritt nicht in Konkurrenz zur einmalig schönen Uferlage. In den Innenräumen treten Stahlbetonflächen in spanungsvollem Kontrast zu individuell gefertigten Einbaumöbeln, Holz, Stein, Leder und Edelputzflächen. Das Gebäude erfüllt alle technischen und raumklimatischen Anforderungen des nachhaltigen Bauens. Die Fenster sind dreifach verglast. Die Wärmeversorgung erfolgt auf einer Geothermie-Basis mit passiver Kühlung.

www.ambrusco.de

Architekten: Ambrus+Co architektur.design www.ambrusco.de Landschaftsarchitekt: LAB... mehr

Architekten:

Ambrus+Co architektur.design
www.ambrusco.de

Landschaftsarchitekt:

LAB Haselbach
www.lab-haselbach.de

Statik:

Ing.-Büro Stephan
Telefon: 03491/611305

Audiodesign:

media@Home Wuntke
www.mediaathome.de

Licht- und Möbeldesign:

Ambrus+Co
www.ambrusco.de

Dach:

Dachbau-Nord
www.dachbau-nord.de

Fassade:

Küttner
www.fassadenbau-kuettner.de

Fenster:

Tischlerei Liermann
www.tischler-liermann.de

Metall- und Glasbau:

Geyer Edelstahl
www.geyer-edelstahl.de

Parkett:

Sans Souci Parkett
www.sanssouciparkett.de

Fliesen:

Stephan Farthöfer
Fliesenlegermeister
www.farthoefer.de

Maler/Wandgestaltung:

ABW oikoartec
www.abwshop.de

Möbel/Küche:

Freiraum Möbel & Mehr
Sven Friedrich

HLS:

Jangel & Klatt
www.jangel-klatt.de

Sonnenschutz:

JM Sonnenschutz Bauelemente
www.sonnenschutz-mieth.de

Fotos:

The Greypixel Á.Mátételki