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Domizil für Wassersportler

Das neue Bootshaus für Berlins ältesten Turnverein wirkt leicht und transparent

Wassersport hat in Berlin Tradition, 6,7 Prozent des Stadtgebietes sind Wasserflächen. An der... mehr
Wassersport hat in Berlin Tradition, 6,7 Prozent des Stadtgebietes sind Wasserflächen. An der Oberspree im Süden der Stadt befindet sich Oliver Mangs Neubau für die Ruder- und Kanutensparte des ältesten Berliner Turnvereins TiB 1848. Ein Raster aus Stahlbetonstützen, ergänzt um ein Fachwerk aus Diagonalstreben entlang der Seitenwände, bildet sein konstruktives Gerüst. Die Fassaden werden von zwei Elementen bestimmt: Den langen Seiten aus transluzenten Polycarbonatplatten sowie einer skulptural geformten Sichtbetonhülle, welche das Gebäude an den Schmalseiten umschließt und nahtlos in Dach und Sockel übergeht. Dadurch entsteht der Eindruck, die Betonwandung lege sich wie ein Band einmal um das ganze Gebäude – effekt­voll ausgespart bleibt lediglich die uferseitige Erdgeschosszone, durch deren Tore die Boote in Richtung Wasser gezogen werden. Die Halle bietet Platz für 180 Boote und ist unbeheizt, was zur Konsequenz hatte, dass die Wärmedämmung an der Decke zum oberen Geschoss angebracht wurde. Dort befinden sich Umkleiden, Klubräume, Sauna- und Fitnessbereiche. Die Länge der Boote, insbesondere der 18 m lange Ruder-Achter, erforderte eine kluge Planung der Verkehrsflächen. Oliver Mang entwickelte aus der spröden Ästhetik einfacher, industriebautypischer Materialien effektvolle architektonische Motive: Die PC-Platten der Seitenwände lassen das Bootshaus bei Dunkelheit zu einer Laterne werden, aus deren Inneren die farbigen Bootsrümpfe leuchten. Hohe Funktionalität verbindet sich bei dieser Halle mit dem Charme einer heiter verspielten Modernität.

www.m-arc.de
Architekten Oliver Mang Architekten www.m-arc.de Fotos Kai Bienert... mehr

Architekten

Oliver Mang Architektenwww.m-arc.de

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Kai Bienert
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