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Connected Furniture

IQ-getunte Möbel mit smarten Zusatzfunktionen

Bisher hatten Möbelstücke primär die Aufgabe praktisch, funktional und im Idealfall ästhetisch... mehr

Bisher hatten Möbelstücke primär die Aufgabe praktisch, funktional und im Idealfall ästhetisch zu sein. Von der zukünftigen Möbelgeneration erwartet man zudem Intelligenz, mit anderen Worten, sich in das Konzept eines Smart Homes einzufügen. Die dahinter stehende Vernetzungssoftware macht es einfach, weil sie nicht an Form und Material gebunden ist und sich stattdessen unsichtbar in die Möbel implementieren lässt. Einige Möbelhersteller lancieren bereits erste Produkte, die durch die Einbettung von Informationstechnologie neue Zusatzfunktionen besitzen.

Ein Trend der ersten Stunde war dabei die Verschmelzung von reinen Wohnzimmer- und TV-Möbeln zu integrierten smarten Einrichtungsgegenständen. Eine neue Entwicklung ist die Integration von Bildschirmen in Spiegeln, Küchenfronten oder (Schreib-)Tischflächen. Mit Stromanschluss, Bluetooth, Wi-Fi und einem Touch-Display erlaubt ein solches Möbel den direkten Anschluss verschiedener Geräte, Höhenverstellbarkeit mit Hinweisen auf eine gesunde Körperhaltung inklusive. Sein Verständnis von „smart furniture“ erklärte kürzlich der koreanischer Hersteller Hyundai und präsentierte eine intelligente Möbellinie, die sich dank integrierter WLAN-Module und Touchscreens bestens für das Internet der Dinge eignen soll. Die Oberflächen von Türen sowie Haushaltsmöbeln werden teilweise zu berührungsempfindlichen Touchscreens, die in der Küche Rezepte oder Nahrungsmittelpreise anzeigen oder beispielsweise während des Anziehens Wetterdaten darstellen können. Die integrierten Systeme lassen sich außerdem auch für Telefonate verwenden, indem der Smartphone-Bildschirm auf dem Möbel vergrößert angezeigt wird. In jeden Bereich des Wohnens senken smarte Produkte die Barrieren und sind sogar in der Lage, unsere Gesundheit zu unterstützen. Ein smartes Bett könnte zum Beispiel nicht nur unseren Schlaf messen, sondern auch unsere Körperhaltung verbessern.

Die Möbelindustrie hat folglich die Möglichkeit, sich durch digitale Innovationen auf dem Markt zu differenzieren. Doch ist diese Transformation, also der Einzug von digitaler Technik, in bisher eher analoge Produkte nicht ganz einfach. Eine wesentliche Frage ist, wie man mit den unterschiedlichen Produktlebenszyklen von Möbeln und Elektronik umgeht. Auch gilt es zu überlegen, welche Fertigungstiefe man bei den elektronischen Komponenten und der dazugehörigen Software erreichen möchte oder kann. Aufgrund zunehmender Komplexität der Produkte müssen zudem Vertrieb, sprich der Möbelhandel und der Servicebereich entsprechend geschult werden. Der Elektrofachhandel wird dadurch für diese Art von Fragestellung an Bedeutung verlieren.