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Blick auf die Lichter der Stadt

Ein verbautes Obergeschoss verwandelt sich in ein außergewöhnliches Penthouse

Beim Projekt „New Horizon Penthouse“ stand die Architektin Annette Goderbauer vor der Aufgabe,... mehr

Beim Projekt „New Horizon Penthouse“ stand die Architektin Annette Goderbauer vor der Aufgabe, die Dachwohnung eines vor zwölf Jahren gebauten sechsgeschossigen Neubaus in Mitte neu zu gestalten. Das Obergeschoss ist auf der Straßenseite zurückgestaffelt; auf der Hofseite ist das Dach über die gesamte Breite abgeschrägt. Der Grundriss der Wohnung war ursprünglich einfach von den darunter liegenden Räumen übernommen. „Dadurch ergaben sich verschiedene kleine Räume mit Fluren und merkwürdige Restflächen“, berichtet Annette Goderbauer. Aufgrund der sehr verbauten Grundsituation ließ die Architektin die Wohnung komplett entkernen. Sie nimmt alle Verkehrsflächen weg und gestaltet eine komplett offene Wohnsituation. Dem Penthouse verschafft sie so nicht nur mehr Licht. Vor allem hat der Bewohner nun von jeder Stelle aus freien Blick auf die vielen Sehenswürdigkeiten in Mitte.

Den Boden im Wohnbereich wurde durch ein Podest auf gleiches Niveau wie die Terrasse gebracht. Der Zugang nach draußen erfolgt nun nicht mehr über eine Stufe, sondern eben. Das Podest bietet zusätzlich die Möglichkeit, die Heizkörper sowie Wasserleitungen für ein Gäste-WC zu verstecken. Ein schöner Nebeneffekt stellt sich ein: „Ich gucke vom Sofa aus nicht mehr vors Balkongeländer, sondern darüber hinweg“, sagt Annette Goderbauer. Als Bodenbelag wählt die Architektin Dielen aus heimischer Douglasie. Außergewöhnlich ist deren Breite und die Länge. „Wir haben das Eckfenster ausgeglast, um die neun Meter langen Dielen überhaupt in die Wohnung rein zu bekommen“, erklärt sie. In Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Jörn Siebke hat die Architektin ein eigenes Lichtkonzept entwickelt. Bis auf die Leuchte von Ingo Maurer über dem Esstisch befindet sich keine weitere Hängeleuchte in der Wohnung. „Wir wollten die Decke nicht abhängen. Sie besteht aus Beton und hat nur eine Raumhöhe von 2,55 Metern", sagt Goderbauer. An den Wänden sind Taschen montiert, in denen zur Decke strahlende LEDs versteckt sind. Zusätzlich sind dort Schienen untergebracht, um Spots zur Belichtung der Kunstwerke des Bauherrn einzuklicken. Auch im Badezimmer wurden die Anschlussleitungen unter einer Stufe versteckt. Der Nassbereich ist komplett mit filigran gemustertem Statuario-Marmor verkleidet, der extra aus Carrara beschafft wurde. Wie überall in der Wohnung bietet auch das Bad freien Blick. Am Abend liegt der Bewohner in der Badewanne und sieht hinab auf die funkelnden Lichter der Großstadt.

www.goderbauer.com

Innenarchitektin: Annette Goderbauer www.goderbauer.com Fotos: Markus Altmann mehr

Innenarchitektin:

Annette Goderbauer
www.goderbauer.com

Fotos:

Markus Altmann