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Aus einem Guss

Grauer Monolith am Rande der Alb

Weithin sichtbar ist der hellgraue Monolith in der grünen Landschaft am Rande der schwäbischen... mehr

Weithin sichtbar ist der hellgraue Monolith in der grünen Landschaft am Rande der schwäbischen Alb. Wie eine Skulptur entwickelt sich der Baukörper bedeckt von einer hellgrauen Faserzementplatte, die sich von den umgebenden Sockeln über die Wand auf das Dach zu strecken scheint. Während die Straßenfassade weitgehend geschlossen erscheint, öffnet sich das Gebäude mit ausladenden Balkonen zum Tal. Der Genius Loci dieses Einfamilienhauses ist geprägt von einem unverbaubaren Blick auf die schwäbische Alb sowie auf ein sich im Ortskern befindendes mittelalterliches Kloster.

Ein schwierig realisierbarer Wunsch des Bauherrn war es, dieses Gebäude aus dem Mittelalter im direkten Blickfeld genießen zu können, weil es einen engen Bebauungsplan und nur ein kleines Baufenster auf dem Grundstück gab. Um den Ansprüchen dennoch gerecht zu werden, entwickelten die Architekten Gellink + Schwämmlein aus Stuttgart eine Baukörpergeometrie, die die Sicht auf das mittelalterliche Kloster ermöglicht. So wurde der Balkonbereich auf der Südseite aus dem Haus herausgedreht und ermöglicht so den Panoramablick über den Ort und das historische Kloster.

Da sich das betreffende Baugrundstück in der Einflugschneise des Flughafens befindet, wurde die Planung des Schallschutzes priorisiert. Die Architekten lösten dieses Problem, indem sie ein Satteldach aus Beton konzipierten, um den Lärm von überfliegenden Flugzeugen draußen zu halten. Obwohl der städtische Bebauungsplan ein Satteldach aus roten oder grauen Ziegeln vorsah, definierten die Architekten eine materiale Ganzheitlichkeit für ihr Konzept, bei dem das Haus einheitlich mit Eternit pictura Faserzementplatten in Hellgrau bekleidet wurde. Da der Großeil der Fassade ebenfalls aus hellgrauen Faserzementplatten besteht, nimmt das Dach die Farbigkeit der Fassade auf und lässt so das Bauwerk monolithisch, wie aus einem Guss, erscheinen. Die weitgehend geschlossenen Nord-, Ost- und Westfassaden zeigen längliche Fensterformate, die Einblicke aus der eng angrenzenden Nachbarbebauung verwehren, jedoch Ausblicke aus dem massiv wirkenden Baukörper ermöglichen. Der vorspringende Eingangsbereich sowie der herausgedrehte Balkon samt den großen Glasflächen bilden den Kontrast zur linearen Architektur. Dies wird durch den farblichen Absatz in schwarzen Faserzementplatten verstärkt.

Während die Architekten eine Treppe in das Zentrum des Grundrisses platziert haben, konnten sie den Koch-, Ess- und Wohnbereich stützenfrei ausbilden und erhielten somit ineinander übergehende Räume. Die Treppe wirkt wie eine Skulptur im Raum und verbindet die drei Geschosse sowie die verschiedenen Wohnbereiche miteinander. Das Panoramafenster im Erdgeschoss, welches den Innen- mit dem Außenbereich verbindet, gibt der Wohnebene die gewünschte Großzügigkeit. Im Obergeschoss befinden sich das Elternschlafzimmer und ein großzügiges Bad. Das Hanggeschoss beherbergt die Räume der Kinder mit direktem Zugang zum Garten.

www.gs-arc.de

Architekten: Gellink + Schwämmlein Architekten www.gs-arc.de Fotos: Brigida González... mehr

Architekten:

Gellink + Schwämmlein Architekten
www.gs-arc.de

Fotos:

Brigida González
www.brigidagonzalez.de