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Kleine Fläche, große Wirkung

Der Neubau der Musik- und Kunstschule kompensiert geschickt die kleine Grundfläche

Die städtische Musik- und Kunstschule in Monheim sollte auf dem Grundstück des... mehr
Die städtische Musik- und Kunstschule in Monheim sollte auf dem Grundstück des Otto-Hahn-Gymnasiums einen Neubau erhalten. Dabei galt es, den Eingriff in die Schulhof- und Parkflächen des Gymnasiums zu beschränken und den „Fußabdruck“ der Musikschule möglichst klein zu halten. Überzeugt hat der Entwurf des Kasseler Architekturbüros HHS Planer + Architekten, welches als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorging und ein ansprechendes Gebäude realisierte. Dieses verfügt über vier Geschosse, wobei die oberen Ebenen weit über das Erdgeschoss herauskragen und so die geringe Grundfläche kompensieren. Ein architektonischer Kniff, der dem Gebäude ein selbstbewusstes Profil über einen Baukörper verleiht, der sich maßstäblich in seine bauliche Umgebung einfügt.

Eine weitere Besonderheit ist die umlaufende Glasfassade des Erdgeschosses, welches die Gebäudeteile optisch zum Schweben bringt. Raffiniert ist auch die Anordnung der Fenster, die an eine Klaviertastatur erinnert und so wesentlich dazu beiträgt, dass der Betrachter vom äußeren Erscheinungsbild auf den Nutzen des Gebäudes schließen kann. Nicht zuletzt tragen dazu auch die vorherrschenden Materialien Holz und Blech bei, die auf Blechblas- und Holzinstrumente verweisen.

Eine Herausforderung bei der Gestaltung des Innenbereichs lag darin, die Unterrichtsräume der Musikschule so zu gestalten, dass sich die Schüler nicht gegenseitig stören. Da eine Schwachstelle im Bereich der akustischen Dämmung zwischen zwei Räumen die Tür darstellt, sind ohne direkte Verbindung untereinander über den Flur mindestens zwei Türen als Dämpfer aktiv. Zudem werden die Musik-Unterrichtsräume nach Möglichkeit mit einem zwischenliegenden Einspiel- oder Nebenraum als Puffer angeordnet.

Um darüber hinaus den besonderen Anforderungen an Raumakustik gerecht zu werden, ist keiner der Unterrichtsräume rechtwinkelig angelegt. Die eher trapezförmigen Räume stellten mit ihrer unnatürlichen Form einen höheren Anspruch an die konkav geformte Außenfassade und somit an die Vermessungsleistung und Statik. Fenster, Türen und die durchgehend umlaufende Fassade wurden mit Lösungen des Herstellers Heroal realisiert, die den Musikern eine tolle Atmosphäre bieten. Ein besonderes Augenmerk galt außerdem dem Schallschutz. Hier lagen die Anforderungen für den Schallschutz zwischen 33 dB und 45 dB im eingebauten Zustand. Einmal mehr konnte durch die vorhandenen umfangreichen Schallschutzprüfungen eine neue Lösung verbaut werden.

www.heroal.de
www.hhs.ag
Architekten: HHS Planer + Architekten www.hhs.ag Fotos: Margot Gottschling Darius Pfeiffer mehr

Architekten:

HHS Planer + Architekten
www.hhs.ag

Fotos:

Margot Gottschling
Darius Pfeiffer